Das Zentralschweizer Wirtschaftsjahr 2013

Für die grössten Schlagzeilen sorgte 2013 der Emmer Stahlkonzern Schmolz und Bickenbach. In mehreren Anläufen sicherte sich der russische Oligarch Viktor Vekselberg die Mehrheit am Konzern. In schlechter Erinnerung bleibt 2013 den Arbeitern der Rothenburger Boa. Praktisch alle verlieren ihren Job.

Marcel Imhof und Johannes Nonn Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Stabübergabe bei Schmolz und Bickenbach: Marcel Imhof (links) tritt ab, Johannes Nonn übernimmt für wenige Monate. Keystone

Der russische Oligarch Viktor Vekselberg gilt nicht als Mann der sanften Töne. Vehement versuchte er im Frühling - gegen den Willen des Verwaltungsrats - die Mehrheit des Emmer Stahlkonzerns zu übernehmen. Beim ersten Versuch scheiterte er zwar am Widerstand nicht zuletzt der Kleinaktionäre.

Quasi durch die Hintertür konnte er sich drei Monate später dennoch den Konzern sichern. Der Verwaltungsrat musste praktisch in corpore abtreten. Seinen Abschied aus der Leitung des Konzerns gab Mitte Jahr auch Marcel Imhof, nach 36 Jahren im Emmer Konzern.

Tod von Marc Rich

Ende Juni verstarb der 78-jährige Zuger Rohstoff-Händler Marc Rich. Jahrzehntelang prägte er den Handel mit Rohstoffen, stand lange auf der Liste der meistgesuchten Verbrecher der USA. Im Gespräch mit Radio SRF betonte der Zuger Alt-Regierungsrat Georg Stucky, dass Rich trotz seines Rufs sich zwar vorsichtig zu bewegen hatte, grundsätzlich aber eine sehr entspannte Persönlichkeit war.

In schlechter Erinnerung bleiben wird das Jahr 2013 der Belegschaft des Rothenburger Metallverarbeiters Boa. Der deutsche Mutterkonzern beschloss, die Produktionsstätte zu schliessen, 146 Personen verlieren ihren Job.