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Legende: Audio Lena Merz: «Ich hoffe, dass unsere Demos einen Einfluss auf die Luzerner Wahlen haben» abspielen. Laufzeit 04:25 Minuten.
04:25 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 15.03.2019.
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Demo für mehr Klimaschutz 1500 Jugendliche zogen durch die Luzerner Innenstadt

Sie marschierten von der Alt- in die Neustadt. Ihre Forderung: Auch die Stadt Luzern solle den Klimanotstand ausrufen.

Am weltweiten Protesttag unter dem Motto «Klimastreik» gingen am Freitag auch Zentralschweizer Jugendliche auf die Strasse. Aber nicht nur: Unter den rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Luzerner Demonstrationszugs haben auch ältere Menschen für einen stärkeren Klimaschutz demonstriert.

Eine der treibenden Kräfte hinter der Zentralschweizer Klimademonstration ist die 17-jährige Lena Merz aus Hildisrieden (LU). Sie sagte: «Es freut mich sehr, dass verschiedene Klassen hier sind, auch jüngere Schüler, Studenten oder gar Klima-Grosseltern aus der ganzen Zentralschweiz.»

«Klimaschutz! – Gopfridstutz!» riefen die Demonstranten auf ihrem Weg durch die Stadt, der sie vom Rosengartplatz bei der Kapellbrücke via Theater zum Helvetiagärtli führte. Auf Transparenten waren Sprüche zu lesen wie «Oma, was ist Schnee?» oder «Make Love, not CO2».

Auch skandierten die Teilnehmenden unterwegs ihre Parolen – beispielsweise vor der Jesuitenkirche und dem Luzerner Theater mit dem Slogan «Wer nicht gumpet, hed kei Zukunft».

In Sprechchören wurde an der Kundgebung ausserdem «Climate Justice» gefordert. Dies bedeute, dass diejenigen, die durch ihr klimaschädliches Verhalten profitiert hätten, nun Rechenschaft ablegen müssten, sagte eine Rednerin. Die Folgen des Klimawandels seien spürbar. Wer dies leugne, verhalte sich wie jemand, der sage, die Erde sei flach.

Wir sind in Kontakt mit den Schulen und wollen, dass es für Schulreisen ein Flugverbot gibt.
Autor: Lena MerzKlimabewegung Zentralschweiz

Die Demonstranten betonten immer wieder, es gehe um ihre Zukunft und um ihr Klima. Gleichzeitig müssten die Demo-Teilnehmer aber auch ihr eigenes Verhalten hinterfragen und allenfalls anpassen, so Lena Merz weiter. Und auch in Schulen wollten die Demo-Organisatoren etwas bewirken – beispielsweise ein Flugverbot bei Schulreisen.

Klimanotstand ausrufen?

Die Demonstrantinnen und Demonstranten in Luzern forderten weiter, dass die Schweiz den Klimanotstand ausrufe und die Klimaerwärmung offiziell als Krise anerkenne. Die heutige Klimapolitik sei ungenügend, um die globalen Klimaziele erreichen zu können, sagte ein Redner.

Den Klimanotstand ausrufen soll auch die Stadt Luzern: An der Demonstration wurde für einen Bevölkerungsantrag mit dieser Zielsetzung Unterschriften gesammelt. Ein Bevölkerungsantrag wird im Stadtparlament wie eine Motion behandelt. Für das Zustandekommen sind 200 Unterschriften nötig.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Sancho Brochella (warum?)
    Es war eindrücklich und auch berührend zu sehen, wie viele Menschen sich engagieren und sich an der Demo beteiligten. Es waren auch viele Erwachsene und ältere Semester am Marschieren. Die Idee, sich für ein ökologische Lebensweise einzusetzen, ist nicht ein Spleen von ein paar wenigen. Ich bin gespannt auf die nächste Demo am voraussichtlich SA, 6.April, wenn auch noch mehr Menschen Arbeits- & Schulfrei haben.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Es wäre wahrscheinlich sehr aufschlussreich, wenn man all diese schreienden Jugendlichen (Kinder) ein Jahr lang beobachten könnte, wie sie sich in Sachen Abfall, Handybenützung oder Stromverbrauch wirklich verhalten! Der Klimaschutz fängt im "Kleinen" und bei jedem Einzelnen an! Theorie und Praxis liegen oft Meilen weit auseinander! Sommerliche "Openairs" oder sonstige Grossveranstaltungen hinterlassen ganz andere Fakten, als diese Jugendlichen, die schreiend Spruchbänder vor sich her schieben!
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