Demonstration gegen Luzerner Sparpolitik

Auf dem Mühleplatz in der Stadt Luzern haben am Samstagmorgen rund 500 Personen gegen die Finanzpolitik des Kantons Luzern protestiert. Das Sparpaket zerstöre die Solidarität im Kanton, kritisierten mehrere Redner. Zur Kundgebung aufgerufen hatten die «Allianz gegen ruinöses Sparen».

Auch Behinderte nahmen an der Demonstration auf dem Mühleplatz in Luzern teil. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Von den Sparmassnahmen sind auch Behinderte betroffen - ihre Verbände wehren sich. SRF

Anlass der Kundgebung ist das Paket «Leistungen und Strukturen II» der Luzerner Kantonsregierung. Mit diesem soll der Staatshaushalt um total 194 Millionen Franken entlastet werden. Der Kanton Luzern hat nach Ansicht der Regierung zu hohe Ausgaben und nicht zu geringe Einnahmen.

«Solidarität zeigen»

Für die Teilnehmer der Kundgebung war es wichtig, vor Ort seine Solidarität zu bekunden. Viele Familien mit Kindern nahmen teil, aber auch viele ältere Leute. Auffällig vielen sind die Sparmassnahmen bei den Behinderten ein Dorn im Auge.

«Das ist am falschen Ort gespart. Für alles andere hat man Geld», ärgert sich ein älterer Mann. «Unverschämt» findet diese Sparmassnahme ein anderer. Wieder andere kritisieren die Demonstration als «daneben».

Die Spardiskussion im Luzerner Kantonsrat wird in der Budgetdebatte anfangs Dezember 2014 geführt. .