Der Einkaufstourismus macht der Migros Luzern zu schaffen

Die Migros Luzern konnte 2015 mehr Leute in ihre Läden locken. Den Marktanteil konnte sie ebenfalls steigern. Trotzdem hatte die grösste private Arbeitgeberin der Zentralschweiz zu kämpfen. Nebst dem zunehmenden Einkaufstourismus macht ihr auch der Onlinehandel Sorgen.

Leute kaufen in einem Lebensmittelladen ein. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Migros Luzern zählte im Jahr 2015 33,5 Millionen Kundinnen und Kunden. Keystone

Insgesamt zählte die Migros Luzern im letzten Geschäftsjahr 33,5 Millionen Kundinnen und Kunden. Das sind 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Genossenschaft aus Dierikon an einer Medienkonferenz mitteilte.

Die wichtigsten Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2015:

  • Gewinn: Unter dem Strich erzielte die Migros Luzern einen Gewinn von 49,8 Millionen Franken - rund 4 Millionen weniger als noch 2014.
  • Umsatz: Die Migros machte einen Umsatz von 1,4 Milliarden Franken, was einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent entspricht.

Für die Migros Luzern ist damit das Geschäftsjahr insgesamt durchzogen ausgefallen.

Dies vor allem wegen der Tatsache, dass auch Zentralschweizer Konsumenten häufiger im Ausland einkaufen. Ebenfalls machten ihr auch die starke Expansionstätigkeit der Mitbewerber und das Wachstum im Onlinehandel zu schaffen.

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Die Migros Luzern

Laut eigenen Angaben ist die Migros Luzern die grösste private Arbeitgeberin in der Zentralschweiz. Ende 2015 beschäftigte sie 6107 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu ihrem Wirtschaftsgebiet zählen die Kantone Luzern, Zug, Obwalden, Nidwalden, Uri und Schwyz ohne Ausserschwyz.

Im Kerngeschäft, dem Detailhandel, konnte die Genossenschaft in ihren 48 Super- , 22 Fachmärkten und vier Outlets um 2,6 Millionen Franken oder 0,2 Prozent zulegen. Betroffen war das Unternehmen mit seinen Fachmärkten für Elektronik, Möbel, Garten und Sport aber von einer Minusteuerung von fast sechs Prozent.

Wachstum bei Bio und regionalen Produkten

Stark zulegen konnte die Migros beim Bio-Sortiment, das 5,4 Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes ausmacht. Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 48 Millionen Franken. Die Steigerung sei unter anderem auf die Einführung von Alnatura-Bio-Sortimenten zurückzuführen, heisst es.

Überdurchschnittlich gewachsen ist bei der Migros auch der Umsatz mit regionalen Frischprodukten, die 13,7 Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes ausmachen. Deren Umsatz stieg um 2,5 Prozent auf 121,8 Millionen Franken.