Der Kanton Schwyz erhöht die Steuern

Der Schwyzer Kantonsrat hat in der Budget-Debatte am Mittwoch eine Erhöhung der Steuern von 145 auf 170 Prozent beschlossen. Der Schwyzer Voranschlag 2016 rechnet bei einem Gesamtaufwand von 1,45 Milliarden Franken mit einem Aufwandsüberschuss von rund 55 Millionen Franken.

Das Rathaus in Schwyz von aussen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Kanton Schwyz muss die Bevölkerung nächstes Jahr mehr Steuern zahlen. SRF

Das Budget basiert auf einem neuen Steuerfuss von 170 Prozent, wie dies der Regierungsrat auch beantragt hatte. Die Anhebung des Steuerfusses um 25 Prozent soll einen Beitrag zur Sanierung der Kantonsfinanzen leisten. Schon in diesem Jahr war der Steuerfuss von 120 auf 145 Prozent erhöht worden.

Der Steuerfuss für das kommende Jahr war in der Budget-Debatte heftig umstritten. Die vorberatende Staatswirtschaftskommission (Stawiko) vertrat die Ansicht, dass eine geringere Anhebung von 145 auf 160 Prozent angemessen sei. Die Fraktion von SP/Grüne wollte von einer allgemeinen Steuererhöhung nichts wissen. In der Abstimmung unterlag die Linke der Stawiko mit 16 zu 70 Stimmen. Danach obsiegteder Antrag des Regierungsrats gegen jenen der Stawiko mit 53 zu 32 Stimmen.

«  Der Kanton Schwyz bleibt steuerlich attraktiv »

Kaspar Michel
Finanzdirektor Kanton Schwyz

Für die Steuerfusserhöhung von 145 auf 170 Prozent machten sich die FDP und die CVP stark. Dieser Steuerfuss sei notwendig und sinnvoll bis zur Einführung des neuen Steuergesetzes (Flat Rate Tax), hiess es in der Debatte. Und Finanzdirektor Kaspar Michel (FDP) betonte, dass der Kanton Schwyz selbst bei einem Steuerfuss von 170 Prozent immer noch steuerlich attraktiv sei.

Trotz Kritik von rechter und linker Ratsseite bekam der Schwyzer Regierungsrat die gewünschte Steuererhöhung um 25 auf 170 Prozent. Und die Verabschiedung des Voranschlags 2016 war reine Formsache. Das Resultat: 89 Ja gegen 3 Nein.