Der Kanton Zug spart weiter

Das aktuelle Sparpaket ist noch nicht einmal beendet, da plant die Zuger Regierung bereits das nächste Sparprogramm. Dieses hat bis 2019 einen ausgeglichenen Staatshaushalt zum Ziel. Falls die Sparmassnahmen nicht greifen, sind auch höhere Steuern kein Tabu mehr.

Das Entlastungsprogramm 2015-2018 sieht vor, jährlich 111 Millionen Franken einzusparen. Mittlerweile kommt aber die Zuger Regierung zum Schluss, dass diese Massnahmen nicht ausreichen, um den Zuger Haushalt wieder ins Lot zu bringen. Helfen soll ein weiteres Sparprogramm. «Wir haben noch nicht genug gespart», ist Finanzdirektor Heinz Tännler überzeugt.

Steuererhöhung kein Tabu

«Nach den Sommerferien werden sämtliche Leistungen erneut unter die Lupe genommen. Tabus gibt es keine.» Ob damit weitere 80 bis 100 Millionen Franken eingespart werden können, ist offen. «Einen solch grossen Betrag zu kürzen, ist nicht einfach», stellt Heinz Tännler klar. Er erwägt im Notfall deshalb auch eine Steuererhöhung. «Eine Steuererhöhung ist die Ultima Ratio, aber wenn es nicht anders geht, dann muss Zug die Steuern erhöhen.»

«Wechsel anders vorgestellt»

Heinz Tännler ist erst seit fünf Wochen Finanzdirektor des Kantons Zug. Zuvor war er fast 10 Jahre Chef der Baudirektion. Er sei sehr gut aufgenommen worden in seiner neuen Direktion, sagt Tännler, aber die Umstellung sei grösser als er gedacht habe: «Früher konnte ich Nägel und Bretter einschlagen. Heute habe ich es mit Zahlen zu tun, das ist viel abstrakter.»

Regionaljournal Zentralschweiz 17:30 Uhr