Der Kanton Zug sucht Auswege aus der KESB-Misere

Viele Fälle, Überlastung der Behörden, schlechte Stimmung: Auch im Kanton Zug verlief der Start der neuen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) schwierig. Nach Gesprächen mit verschiedenen Institutionen will die Regierung nun handeln. Sie hat 23 Lösungsansätze definiert.

Erwachsene Person hält Kind an der Hand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Kindes- und Erwachsenenschutz funktioniert im Kanton Zug noch nicht wie gewünscht. Keystone

In einem Bericht zeigt die Zuger Regierung die Ursachen auf. Viele Schwierigkeiten seien entstanden, weil die notwendigen Informationen und die personellen Ressourcen fehlten. Ebenso habe ungenügende Kommunikation mehrmals zu Missverständnissen geführt.

Die Regierung schlägt nun vor, dass die Abläufe überprüft werden und die Information durch die KESB verstärkt wird. Es sollen auch alternative Finanzierungsmodelle geprüft werden. Es stelle sich weiter die Frage, ob es sinnvoll ist, dass die Fachstellen nur dann vollständig entschädigt werden, wenn sie pro Vollzeitstelle 80 Mandate führen.

Neue Fachstelle

Eine neue Fachstelle innerhalb der KESB soll sicherstellen, dass alle Fragen und Auskünfte zentral und schnell weiterhelfen kann. Die Lösungen sollen nun umgesetzt werden, heisst es in einer Mitteilung. Im Frühling 2015 werde die Direktion des Innern den Regierungsrat über den Zwischenstand der Umsetzung informieren.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr