Mehrkosten Die Cheerstrasse in Littau soll ausgebaut werden

Die 2009 von der damals noch existierenden Gemeinde Littau beschlossene Erweiterung der Cheerstrasse soll bis 2023 realisiert werden. Dies beantragt der Luzerner Stadtrat dem Parlament. Statt der damals bewilligten 13,8 Millionen Franken wird das erweiterte Vorhaben 24,3 Millionen Franken kosten.

Grafik eines geplanten Strassenausbau-Projektes im Stadtteil Littau Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Strasse soll beim Bahnhof Littau nicht mehr über die Geleise geführt werden. zvg

Die Cheerstrasse verbindet Littau Dorf mit dem Bahnhof Littau und dem Littauerboden sowie der Umfahrungsstrasse Emmenbrücke-Wolhusen. Beim Bahnhof quert sie die Bahnlinie Luzern-Wolhusen überirdisch. Die geschlossene Barriere führt regelmässig zu Kolonnen.

Neue Strassenführung

Das von den Littauer Stimmberechtigten 2009 beschlossene Projekt sieht vor, dass die von Littau Dorf kommende Strasse nicht mehr die Gleise kreuzt, sondern rund 400 Meter weiter Richtung Luzern durch die schon bestehende Unterführung geleitet wird.

Diese neue Strassenführung wurde von der Stadt Luzern kostenmässig analysiert. Sie dürfte statt 13,8 Millionen Franken neu 18,4 Millionen Franken kosten, dies wegen der Teuerung, höheren Honoraren und Landkosten, dem Lärmschutz und Kanalisationsarbeiten.

Erweiterung des Projektes

Das ursprüngliche Littauer-Projekt wurde von der Stadt erweitert. Bestehende Strassen sollen wegen des Mehrverkehrs und der neuen Verkehrsführung für rund eine Million Franken ausgebaut werden. Beim Bahnhof Littau soll für 4,6 Millionen Franken eine Unterführung für Fussgänger und Velofahrer errichtet werden.

SBB und Bund sollen sich an den Kosten beteiligen

Die Stadt rechnet damit, dass das Vorhaben die Stadt schlussendlich nicht 24,3 Millionen Franken, sondern nur 13,1 Millionen Franken kosten könnte. Sie erwartet einen Beitrag der SBB, weil diese beim Bahnhof ohnehin eine Unterführung für die Passagiere errichten müsse. Ferner hofft die Stadt auf eine Beteiligung des Bundes, dies wenn das Projekt in das Agglomerationsprogramm aufgenommen wird.

Die Stadt Luzern hatte nach der Fusion mit Littau das Projekt Cheerstrasse verschoben. Das Vorhaben war für die Stadt nicht prioritär, was in Littau Unmut ausgelöst hat.

Der Stadtrat ist nach wie vor skeptisch gegenüber dem teuren Strassenprojekt. Bei der Kosten-Nutzen-Analyse schneidet die Erweiterung der Cheerstrasse nicht gut ab. Aus demokratiepolitischen Gründen spricht er sich nun aber doch für das Projekt zur Erweiterung der Cheerstrasse in Littau aus und will es umsetzen.