Die Hubers richten's in Buttisholz

Die Brüder Josef und Andreas Huber aus Buttisholz realisieren auf ihrem Grundstück eine Asylsiedlung. Die Reaktionen aus der Bevölkerung waren ausschliesslich positiv. Die Motivation der Brüder basiert auf ihrer Solidarität mit der Gemeinde.

Zwei Männer in Hemden auf einem erdigen Boden Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Josef (links) und Andreas Huber auf dem Grundstück, auf dem in Bälde die Asylsiedlung entstehen soll. SRF

Mit dem Bonus-Malus System des Kantons Luzern muss jede Gemeinde, welche keine entsprechende Anzahl an Unterkünften für Flüchtlinge zur Verfügung stellt, einen gewissen Betrag einzahlen. Deshalb suchen viele Gemeinden fieberhaft nach Lösungen.

Nicht so in der Gemeinde Buttisholz: Hier stehen innert kurzer Zeit ohne grösseren Widerstand 72 Plätze für Asylsuchende bereit. Das Land und die Investition tätigen die Brüdern Josef und Andreas Huber.

Die Huber Immos AG der Gebrüder errichtet das Provisorium für mindestens zehn Jahre auf ihrem Grundstück im Gewerbegebiet Moos. «Wir sahen die Not der Gemeinde und hatten die Möglichkeit, Hand zu bieten», begründet der Ältere der Brüder, Josef, die Entscheidung. «Die Reaktionen aus der Bevölkerung waren ausschliesslich positiv.» Die Gebrüder Huber sind bekannte Persönlichkeiten im Dorf. Vielleicht sei deshalb kaum Widerstand zu spüren.

«Natürlich birgt das Unterfangen auch Risiken - zum Beispiel hoffen wir auf wenig Probleme in der Nutzung der Räumlichkeiten», ergänzt der Jüngere, Andreas. Nun sei man zuversichtlich, dass die Modulstahlbauten im Wert von rund 1,5 Millionen im Sommer fertig werden und Anfang Herbst bezogen werden können.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr