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Finanzdirektor Heinz Tännler: «Eine Steuersenkung ist zur Zeit kein Thema»
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Die Kasse klingelt 2020 150 Millionen Franken Überschuss im Kanton Zug erwartet

Die finanzielle Situation des Kantons hat sich dank guter Wirtschaftslage und Bevölkerungswachstum stabilisiert.

Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler kann zufrieden sein. Das Budget sieht bei einem Aufwand von 1.5 Milliarden Franken für 2020 ein Plus von 148.7 Millionen Franken vor.

Die Gründe dafür sieht die Regierung vor allem:

  • in der guten Wirtschaftslage und dem anhaltenden Bevölkerungswachstum. Das führe zu einer Steigerung der Steuererträge um insgesamt 61.6 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahresbudget.
  • bei der Erhöhung des Kantonsanteils an der direkten Bundessteuer von bisher 17 auf neu 21.2 Prozent gemäss dem Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (Staf). Zug erwarte dadurch Mehreinnahmen von 74.6 Millionen Franken.

Wegen der guten finanziellen Aussichten konnte der Kanton Zug laut Regierung auf die angedachte Steuererhöhung verzichten. Zudem soll den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Einmalzulage ausgerichtet werden. Diese schlägt mit insgesamt 3.2 Millionen Franken zu Buche.

Hohe Investitionen

Die Nettoinvestitionen bleiben mit rund 100 Millionen Franken hoch, wie Finanzdirektor Tännler sagte. Davon entfallen fast 50 Millionen Franken auf den Strassenbau. Knapp 10 Millionen Franken sind für die Informatik eingestellt, inklusive Erneuerung der Telefonie.

Weitere grosse Ausgaben fallen an für den neuen Hauptstützpunkt der Verkehrsbetriebe, ein neues Verwaltungsgebäude, den Neubau des Staatsarchivs sowie für Beiträge an den Bahninfrastrukturfonds.

Keine Steuersenkung

Der Zuger Finanzdirektor will sich von der aktuell guten Wirtschaftslage nicht dazu verleiten lassen, die Steuern zu senken, wie er betont. Im vergangenen Jahr habe der Kanton Zug eine Steuererhöhung gerade noch abwenden können. Eine Steuersenkung beim ersten Lichtblick wäre «verantwortungslos», so Tännler. Auch für die Jahre 2021 bis 2023 rechnet der Finanzdirektor mit hohen Ertragsüberschüssen.

Erhöht werden auch die Einkommensobergrenzen bei der individuellen Prämienverbilligung. Damit bekommen laut Regierung 3000 Personen höhere Beiträge und etwa 300 weitere einen Anspruch auf Prämienverbilligung.

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