Die Sirenen sollen auch in Zukunft heulen

Der Bund setzt bei der Bevölkerungsalarmierung neben Sirenen auch auf moderne Kommunikationsmittel wie Internet, Apps oder Twitter. Trotz dieser Neuerungen seien die Sirenen auch für die Zukunft ein wichtiges Alarmierungsmittel, da sie stromunabhängig sind, sind Zivilschutzfachleute überzeugt.

Mehrere Sirenen über den Dächern von Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Sirenen sind in den letzten Jahren erneuert und modernisiert worden. Keystone

«Ich bin überzeugt, dass es die Sirenen auch noch in 20 Jahren braucht», sagt Matthias Munz, Leiter der Zuger Zivilschutzverwaltung. Sirenen seien zuverlässig und funktionierten auch unabhängig von Strom- und Mobilfunknetzen.

Die modernen Info-Kanäle mit Internet oder Handy-Apps seien aber sinnvolle Ergänzungen. «Gerade in Wohnungen mit schallisolierten Fenstern oder in Einkaufszentren sind mobile Infos besser», sagt Thomas Schilter vom Amt für Zivilschutz des Kantons Schwyz.

In der Zentralschweiz sind hunderte Alarmsirenen fix installiert. «Diese Anlagen sind in einem Top-Zustand und in den letzten Jahren alle erneuert worden», sagt Thomas Schilter. Daneben kommen auch mobile Sirenen zum Einsatz. Die abgelegeneren Orte würden durch Feuerwehrleute informiert, die mit Sirenen auf ihren Autos die Gegenden abfahren.

In der Zentralschweiz werden die Sirenen für den allgemeinen Alarm getestet, in gewissen Gebieten wird zudem der Wasseralarm überprüft.