Die Verkehrsprobleme rund um Emmen sorgen für rote Köpfe

Seit der Autobahnanschluss Emmen-Nord nur noch teilweise benutzt werden kann, hat sich der Verkehr verlagert. Für das Bundesamt für Strassen ist das ein Erfolg. Anders für den Emmer Nationalrat Felix Müri. Für ihn zeigen die Zahlen nur die halbe Wahrheit.

Nationalrat Felix Müri im Bundeshaus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Luzerner SVP-Nationalrat Felix Müri setzt sich für einen Vollanschluss Emmen-Nord ein. Keystone

Der Luzerner SVP-Nationalrat Felix Müri aus Emmenbrücke wehrte sich in den vergangenen Monaten und Jahren vehement dagegen, dass der Autobahnanschluss Emmen-Nord zu einem Halbanschluss zurückgestuft worden ist. Das heisst, dass Autos nur jeweils in eine Richtung auf die Autobahn auffahren oder von ihr abfahren können.

Bisher waren Müris Bemühungen allerdings vergebens. Nun hat das Bundesamt für Strassen Astra die Zahlen zu den Verkehrsströmen rund um Emmen veröffentlicht. Mit den getroffenen Verkehrsmassnahmen habe der Anschluss Emmen-Nord entschärft werden können und die Zubringerachsen entlastet, schreibt das Astra. Für Felix Müri ist das nur die halbe Wahrheit. «In diesen Zahlen ist der Anschluss Emmen-Süd nicht berücksichtigt.»

Kollaps während des Umbaus des Seetalplatzes

Gerade dieser Anschluss sei mittlerweise stark überlastet, kritisiert Felix Müri das Astra. Ab Frühling 2014 beginnt der grosse Umbau des Emmer Seetalplatzes. Der Verkehr wird umgeleitet und ganze Strassen gesperrt. «Spätestens dann kollabiert in Emmen der Verkehr», ist Felix Müri überzeugt und fordert die Luzerner Regierung auf, in Bern Druck auszuüben.