Doch noch: Schwyz möchte dem Hooligan-Konkordat beitreten

Der Kanton Schwyz ist in den obersten Fussball- und Eishockeyligen der Schweiz nicht vertreten. Dennoch stellt die Regierung den Antrag, dem verschäften Hooligan-Konkordat beizutreten.

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Bildlegende: Petarden sind keine Seltenheit im Stadion - aber auch ausserhalb der Stadien gibt es vermehrt Gewaltexzesse. Keystone

Bereits seit dem Jahr 2010 ist das Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen in Kraft, alle Kantone sind damals beigetreten. Das verschärfte Hooligan-Konkordat von 2012 ist in 23 Kantonen ratifiziert. Die Schwyzer Regierung beantragt dem Kantonsrat nun ebenfalls den Beitritt.

Für den Kanton Schwyz hätte dies keine grossen Konsequenzen: Der neuen Beweilligungspflicht unterstehen lediglich Spiele von Clubs der höchsten Spielklassen in Fussball und Eishockey. Ungefähr zwei bis drei Spiele pro Jahr bräuchten diese Bewilligung im Kanton Schwyz.

Die Schwyzer Regierung will also ein Zeichen setzen und sich mit den bereits beigetretenen Kantonen solidarisieren: Insbesondere ausserhalb der Stadien hätten sich Gewaltdynamiken entwickelt, «die nichts mehr mit der eigentlichen Sportveranstaltung zu tun haben», schreibt die Regierung. Die Gemeinden und Bezirke befürworten laut Mitteilung das Hooligan-Konkordat.