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«Luzern - der Film»: Funktioniert die Spar-Doku?
abspielen. Laufzeit 07:18 Minuten.
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Dok-Film zur Finanzpolitik Luzerner Steuerstrategie auf der Leinwand

  • Der Dok-Film «Luzern der Film - Kopf oder Zahl» hatte am Dienstag Premiere im ausverkauften Kino Bourbaki.
  • Rund 80 Minuten lang beleuchtet der Film die Luzerner Finanzpolitik mit ihrer Tiefsteuerstrategie - und die Sparmassnahmen, die in den letzten Jahren eingeleitet werden mussten.
  • Der Film wurde durch ein breit abgestütztes Crowdfunding finanziert - fast 700 Personen steuerten knapp 140'000 Franken bei.
  • Bis zu den Luzerner Wahlen von Ende März geht der Film nun auf Tournee durch den ganzen Kanton; den Aufführungen folgt jeweils eine Diskussion mit dem Publikum.

Mit Bildern von Läden mit 50-Prozent-Rabattschildern steigt der Film ins Thema Tiefsteuerstrategie ein. Damit brachte sich der Kanton Luzern bei den Unternehmensgewinnsteuern zwar international auf eine Topposition - sie zwang ihn aber auch zum Sparen und zu umstrittenen Massnahmen wie den «Zwangsferien» für Schulen.

Ein Film für das Wahljahr

Den Höhepunkt erreichten die Finanzturbulenzen 2017 mit einem monatelangen budgetlosen Zustand. Personen aus dem Umkreis der IG Kultur beschlossen, noch vor den kantonalen Wahlen von 2019 einen Film zu dem, jahrelang die kantonale Politik prägenden, Thema zu realisieren.

Der Film soll Transparenz schaffen, eine tiefgreifende Auseinandersetzung ermöglichen, aber keine bestehenden Meinungen betonieren, so die Initianten.

Die Stärken des Films

Der Film bietet einen guten Überblick über die verschiedenen Auswirkungen der Finanzpolitik in den vergangenen Jahren: Zwangsferienwoche, budgetloser Zustand, Rückzahlung von Prämienverbilligungen, Lohnkürzungen für das Personal. Die Aktuere kommen ausführlich und ausgewogen zu Wort. Er ist also kein Propagandafilm.

Die Schwächen des Films

Der Film ist nicht nahe bei den Leuten. Von den Sparpaketen Betroffene kommen fast nicht zu Wort - die Bühne gehört den Politikerinnen und Politikern. Das Geschehen ist deshalb nicht recht greifbar und bleibt theoretisch. Auch die Rolle des Luzerner Stimmvolks, das die Steuerstrategie mehrere Male an der Urne bestätigt hat, wird zu wenig thematisiert.

Die Reaktionen auf den Film

Marcel Schwerzmann, Finanzdirektor Kanton Luzern: «Dem Film gelingt eine faire Darstellung und kann die Leute dazu animieren, mitzudiskutieren. In der Politik gibt es viele abstinente Personen und vielleicht kann der Film einen Beitrag dazu leisten, dass die Finanzpolitik breiter diskutiert wird.»

Jürg Meyer, SP-Kantonsrat und Regierungsratskandidat: «Der Film leistet einen wichtigen Beitrag für eine kontroverse politische Diskussion, die noch erfolgen muss. Der Film zeigt ganz klar auch Schattenseiten einer Hochglanz-Strategie auf, die aus meiner persönlichen Sicht nicht aufgegangen ist.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Die Luzernerlinke inkl SP hat mehrere Abstimmungsniederlagen bezüglich den Steuern und des Budgets hinter sich. Natürlich kann man immer ein bisschen stämpfele oder sagen, nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung. Tatsache bleibt, dass der Souverän bis jetzt mehrmals anders entschieden hat.
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  • Kommentar von Joseph De Mol  (Molensepp)
    Film als Medium ist hier eine schöne Wahl. Aber jetzt muss fertig "gekünstelt" und der Plebiszit an der Wahlurne erfolgen! Leider steht aber schon jetzt fest, dass diese alten Herren wohl in corpore wiedergewählt werden!
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