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Suizid nach stundenlanger Verschanzung
Aus Schweiz aktuell vom 09.03.2016.
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Zentralschweiz Drogen-Einsatz der Polizei in Wohnung endet mit Suizid

Eine 65-jährige Frau hatte sich in Malters während 17 Stunden mit Waffengewalt gegen eine Hausdurchsuchung gewehrt. Als die Polizei das Haus stürmte, erschoss sie sich. Den Auftrag für die Durchsuchung hatte die Luzerner Polizei von der Staatsanwaltschaft Zürich.

Die Frau verwehrte den Polizisten am Dienstag gegen 16 Uhr in einem Mehrfamilienhaus im Weiler Lochmühle den Zutritt zur Wohnung. Sie drohte zu schiessen, wie Adi Achermann, Kommandant der Luzerner Polizei, an einer Medienkonferenz in Emmenbrücke ausführte. Dabei feuerte die Frau mehrere Schüsse in der Wohnung und aus dem Fenster ab.

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Kein Waffeneinsatz der Polizei (9.3.2016)
03:49 min
abspielen. Laufzeit 03:49 Minuten.

Die Polizei rückte mit einem Grossaufgebot aus. Sie evakuierte aus Sicherheitsgründen die übrigen Wohnungen sowie benachbarte Gebäude auf dem Weiler. Zeitweise war auch die Kantonsstrasse zwischen Malters und Schachen für den Verkehr gesperrt.

Spezialisten der Polizei verhandelten während 17 Stunden – auch während der Nacht – ergebnislos mit der Frau. Sie habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden, sagte der Polizeikommandant. Sie habe keine Einsicht gezeigt und mit Suizid gedroht.

Sondereinheit Luchs stürmte die Wohnung

Im Verlauf des Mittwochmorgens entschieden Polizei und Staatsanwaltschaft, die Wohnung durch die Zentralschweizer Polizeisondereinheit Luchs stürmen zu lassen. Die Frau sei eine grosse Gefährdung für die Nachbarschaft und die Polizisten gewesen, sagte Achermann.

Als die Beamten im Treppenhaus waren, erschoss die Frau laut Polizeiangaben im Badezimmer erst ihre Katze und richtete sich schliesslich selber. Polizisten feuerten gemäss offiziellen Angaben keine Schüsse ab.

Bei der Frau handelt es sich um eine 65-jährige Schweizerin. Warum sie sich in der Wohnung aufhielt, ist laut Polizeiangaben unklar. Sie war nicht in der Gemeinde Malters gemeldet. Auch ihr Motiv, weshalb sie sich derart massiv gegen die Hausdurchsuchung gewehrt hatte, ist laut dem Polizeikommandanten ungeklärt.

Sohn steht im Fokus von Zürcher Ermittlern

Gegen den Sohn der Frau wird im Kanton Zürich im Rahmen mehrerer illegaler Hanf-Indooranlagen in den Kantonen Zürich, Aargau und Luzern ermittelt, wie der Zürcher Staatsanwalt Daniel Eberle erklärte. Der Mann ist einer von mehreren Verdächtigen in dem Verfahren. Er befinde sich in Untersuchungshaft. Die Mutter sei aber keine Verdächtige gewesen.

Zwei Polizisten der Luzerner Polizei von hinten betrachtet.
Legende: Die Luzerner Polizei löste wegen des Vorfalls ein Grossaufgebot aus. Keystone

Bei der Durchsuchung der Wohnung in Malters stiessen die Beamten wie erwartet im oberen Stock der zweigeschossigen Wohnung auf eine Hanfanlage.

Beim Tod der Frau gebe es keinen Hinweis auf Dritteinwirkung, erklärte der Emmer Staatsanwalt Adrian Gyger. Er ordnete, wie bei aussergewöhnlichen Todesfällen üblich, eine Obduktion am Rechtsmedizinischen Institut in Zürich an.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Ist dieser massive Polizeieinsatz verhältnismässig? War diese Frau eine grosse Gefahr für die Gesellschaft?
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Der Luzerner Polizeikommandant nimmt zu genau diesen Fragen Stellung. Hören Sie dazu das Audio im Bericht.
  • Kommentar von Rolf Bolliger  (robo)
    "Bei der Frau handelt es sich um eine 65-jährige Schweizerin" (Zitat aus dem Bericht). Immer wieder belehrt uns die kritisierte Medienlandschaft, bei Nachfragen über die verheimlichte Nationalität der Täterschaft, dass bei kriminellen Taten keine Nationalitäten mehr bekannt gegeben werden. Wird aber ein roter Pass beim Täter (bei der Täterin) gefunden, wird lückenlos sofort und ohne Einschränkung von einer Schweizerin oder einem Schweizer gesprochen! Dieser "Trick" nenne ich latenter Rassismus!