Eröffnung Bürgenstock Resort «Dui Sepp, det obe stelled mer jetz es Hotel uuf»

Es war die Pioniertat eines Visionärs - der Bau der ersten Hotels auf dem Bürgenstock durch Franz Josef Bucher-Durrer.

Die Geschichte des Tourismus auf dem Bürgenstock beginnt vor über 150 Jahren. Die beiden Unternehmer Franz Josef Bucher-Durrer, ein Kernser Bauernsohn, und Josef Durrer bauten damals die ersten Hotels auf dem Berg. Nach ihrem ersten Fertigbau in Engelberg sagte Franz Josef Bucher mit Blick auf den Bürgenstock zu Josef Durrer:

«  Dui Sepp, det obe stelled mier jetz es Hotel uuf »

Franz Josef Bucher
Erbauer der Bürgenstock Hotels

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Romano Cuonz

Porträt Romano Cuonz
  • Romano Cuonz ist Autor und Publizist und war langjähriger Mitarbeiter des Regionaljournals Zentralschweiz. Er lebt in Sarnen.
  • Romano Cuonz erzählt in seinem Buch «Vom Bauernsohn zum Hotelkönig» die Geschichte des Obwaldners Franz Josef Bucher und damit auch die wechselhafte Geschichte des Bürgenstocks.

1888 nahm die von Bucher-Durrer und Durrer gebaute Bahn von Kehrsiten auf den Bürgenstock den Betrieb auf. In der ersten Blütezeit besuchten vor allem europäische Adlige den Bürgenstock. Mit dem Tod von Franz Josef Bucher-Durrer im Jahr 1906 und dem ersten Weltkrieg begann auch der erste Niedergang der Hotels auf dem Bürgenstock.

Nach den Adligen kamen die Industriellen und Neureichen

In den Zwanzigerjahren verkaufte die Familie Bucher die Hotels an den Luzerner Friedrich Frey-Fürst. Er renovierte die Häuser und baute einen Golfplatz. Dies lockte in den «roaring twenties» eine neue Kundschaft an: Industrielle und Neureiche.

Nach dem zweiten Weltkrieg begann eine weitere Blütezeit auf dem Bürgenstock unter dem legendären Hotelier Fritz Frey. Er lockte mit neuen Bauten und Ideen den internationalen Jet-Set auf den Berg. Prominente wie Audrey Hepburn oder Sophia Loren drückten sich die Klinke in die Hand.

Von der UBS bis zu katarischen Investoren

In den 1980-er Jahren begann die Leidensgeschichte der Hotels auf dem Berg. Die UBS übernahm die Häuser für einen symbolischen Betrag von einem Franken und versuchte sie weiter zu verkaufen. Anfangs des neuen Jahrtausends wurden sie dann fündig: Die Genfer Rosebud-Gruppe übernahm die Hotels und versprach, ihnen zu neuem Glanz zu verhelfen. Nichts geschah. Schliesslich wurden die Hotels an katarische Investoren verkauft. Diese haben nun 550 Millionen Franken investiert in ein neues Hoteldorf der Superlative.