Ein Restaurant und eine Schule im alten Kapuzinerkloster Stans

Spätestens im Herbst 2017 soll das Gebäude wieder eröffnet werden. Das Projekt «Das kulinarische Erbe der Alpen» soll wieder viel Leben ins Kloster bringen. Noch existieren die Pläne erst auf Papier. Doch sie sind viel versprechend. Ein Rundgang mit Projektleiter Dominik Flammer.

Die jüngste Vorgeschichte des Kapuzinerklosters in Stans:

  • Die Kapuziner waren 2004 aus dem Kloster ausgezogen, weil ihnen der Nachwuchs fehlte.
  • Der Kanton kaufte das Gebäude, welches unter Denkmalschutz steht, für eine Million Franken. Allerdings ohne zu wissen, wie er die Anlage nutzen will.
  • 2008 ging das Kloster im Baurecht für ursprünglich 60 Jahre an das Unternehmen Mondobiotech, das Wirkstoffe für die Behandlung von lebensbedrohenden und seltenen Krankheiten entwickeln und kommerzialisieren wollte. Das Unternehmen erlebte turbulente Zeiten.
  • 2014 verkaufte deren Nachfolgefirma das Baurecht für einen Franken an den Kanton zurück.

60 Jahre im Baurecht

Ende November 2015 fiel schliesslich im Nidwaldner Landrat der endgültige Entscheid für die neue Nutzung: Mit 54 zu 1 Stimmen genehmigte der Rat, dass der Senn Values AG aus St. Gallen bis 2075 ein Baurecht für das einstige Kloster eingeräumt wird. Der Anfangszins, der für das Baurecht gezahlt werden muss, wurde auf jährlich 50'000 Franken festgelegt.

Das Projekt «Das kulinarische Erbe der Alpen» hat zum Ziel, dass in den ehemaligen Klostermauern ein Kompetenzzentrum für regionale Kulinarik eingerichtet wird. Das Projekt ging als Sieger eines Investorenwettbewerbs hervor, an dem vier weitere Mitbewerber teilnahmen. Die Initianten wollen laut eigenen Angaben sechs bis sieben Millionen Franken investieren.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr