«Ein Sterbehospiz mitten im pulsierenden Leben? Eine gute Sache»

Im Luzerner Stadtteil Littau soll ein Sterbehospiz entstehen. Es wird in einem bestehenden Haus beheimatet sein. Speziell daran ist die Lage: nicht abgeschottet am Rand, sondern direkt an der Strasse, in unmittelbarer Nachbarschaft von Einkaufsläden und Mehrfamilienhäusern.

Kreisel mit Autos und Parkplatz und Gebäuden Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Neben Kreisel und Kebapstand: Das künftige Sterbehospiz soll im Backsteingebäude im Bildhintergrund entstehen. SRF

Geplant ist, das 2700 Quadratmeter grosse Grundstück mit Wohnaus, Praxistrakt und Garten um einen Anbau zu erweitern. Das Hospiz soll laut der Stiftung Hospiz Zentralschweiz Platz bieten für die Begleitung und Pflege von zwölf Patienten und deren Angehörige sowie für Arbeitsräume.

Ganz in der Nähe des Sterbehospizes hat der Bildhauer Toni Hunkeler sein Atelier. Er produziert auch Grabsteine und ist deshalb oft mit dem Thema Tod konfrontiert. «Ich finde den Standort richtig. Es gibt sicher vielen Menschen den Anstoss, über die Vergänglichkeit nachzudenken», sagt er.

Auch der katholische Pfarreileiter Bernhard Koch steht dem Hospiz positiv gegenüber. «Ein Hospiz ist schon etwas anderes als ein Heim», sagt er. «Eine Einrichtung, in der sich Menschen explizit auf das Sterben vorbereiten, das ist speziell». Er stellt sich vor, die Bevölkerung mit Informationsveranstaltungen für das neue Haus zu sensibilisieren.