«Eine einzige Disziplin ist zu wenig»

Altbüron feierte am vergangenen Freitagabend seine Weltmeisterin Géraldine Ruckstuhl. Die U-18-Weltmeisterin im Siebenkampf blickt bereits in Richtung Tokio 2020.

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Bildlegende: Géraldine Ruckstuhl erzählt im Studio Luzern von der U-18-Weltmeisterschaften und von ihren Zielen. SRF

«Unsere Familie wurde für den Empfang in Altbüron von einer Pferdekutsche abgeholt», erzählte die junge Leichtathletin, die an der U-18-WM vor zwei Wochen den Titel im Siebenkampf gewonnen hatte.

Durch ein Missgeschick am ersten von zwei Wettkampftagen schien es, dass nichts aus ihren WM-Träumen werden könnte. «Beim 200m-Rennen verpasste ich den Startschuss», so Géraldine Ruckstuhl. Mit Ehrgeiz und Kampfgeist schaffte die 17-jährige Athletin aus Altbüron schliesslich die Wende. Am zweiten Wettkampftag steigerte sie sich markant und unterbot beim abschliessenden 800m-Rennen ihre bisherige persönliche Bestmarke um fast 10 Sekunden. Damit verpasste sie in der Gesamtpunktzahl einen neuen Weltrekord nur knapp und unterstrich eindrücklich, welches Potenzial in der jungen Sportlerin steckt.

Ehrgeizige Ziele

Fernziel sind die Olympischen Sommerspiele in Tokio 2020. Als Mitglied des Talentförderungsprogramms des Kantons Luzern besucht sie das KV im Rahmen der Talents School. In den nächsten zwei Jahren will sie weiterhin Sport und Ausbildung unter einen Hut bringen. Von einer Konzentration auf eine einzige Disziplin will sie nichts wissen. Alles andere empfände sie als einseitig. «Im Siebenkampf passt alles unter einen Hut.»

Parallel zur Sportkarriere behält sie ein weiteres Ziel im Auge. «Seit Kindheit ist mein Traumberuf Polizistin», erklärt sie, «mit dem KV-Abschluss würde ich die Voraussetzung Berufsabschluss für die Polizeiausbildung erfüllen.»