«Eine kleine finanzielle Entlastung, aber ein wichtiges Zeichen»

Ab nächstem Jahr erhalten junge Erwachsene und Grossfamilien weniger Geld von der Sozialhilfe. Die Gemeinden rechnen zwar nicht mit massiven finanziellen Einsparungen. Dennoch setze die beschlossene Kürzung ein gutes Zeichen - besonders bei jungen Sozialhilfe-Empfängern.

Offenes Portemonnaie mit wenig Münz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Junge Sozialhilfe-Bezüger haben ab nächstem Jahr weniger Geld im Portemonnaie. Keystone

Am Montag haben die kantonalen Sozialdirektoren zusammen mit der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe SKOS auf 2016 neue Richtlinien bei der Sozialhilfe beschlossen. Zu den Änderungen gehören die Leistungskürzungen für junge Erwachsene unter 25 Jahren und für Grossfamilien. Die neuen Bestimmungen haben direkte Auswirkungen auf die Budgets der Gemeinden, welche die Sozialhilfe finanzieren.

Bei angefragten Gemeinden in der Zentralschweiz erwarten die Verantwortlichen aber keine sehr grossen Einsparungen. Die Gemeinde Schwyz zum Beispiel zahlt pro Jahr insgesamt rund 1,7 Millionen Franken Sozialhilfe aus. Mit den neuen Regeln seien es rund 50'000 Franken weniger, schätzt der zuständige Gemeinderat Yvo Husi.

Trotzdem halte er die neuen Richtlinien für sinnvoll, erklärt er gegenüber Radio SRF: «Es ist gerade bei jungen Leuten wichtig, ein solches Zeichen zu setzen und sie zu motivieren, aus ihrer Situation herauszufinden.»

Ähnlich tönt es aus den Städten Luzern und Zug. Auch dort rechnen die Zuständigen mit Einsparungen in einem kleinen Bereich.