Einheimische Krebse im Sempachersee verendet

Vermutlich tausende einheimische Krebse im Sempachersee sind an den Folgen der Krebspest verendet. Der Kanton hat den See und die Suhre, die aus dem See fliesst, zum Sperrgebiet erklärt. In fünf Jahren soll eine Wiederansiedlung geprüft werden.

Die Pilzkrankheit sei nicht bei einem einheimischen Flusskrebs festgestellt worden, sondern bei einem noch lebenden, eingeschleppten Galizierkrebs, sagte Philipp Amrein, Leiter Fachbereich Jagd und Fischerei des Kantons Luzern.

Einheimische Krebse verendet

Amrein geht davon aus, dass sämtliche einheimische Flusskrebse im Sempachersee von der Krebspest befallen und verendet sind. Wie viele Tiere das sind, ist unklar. Man müsse wohl von einer vierstelligen Zahl ausgehen.

Damit die meist tödlich verlaufende Krebspest nicht weiter verschleppt wird, erklärte der Kantonstierarzt den Sempachersee und die Suhre für fünf Jahre zum Sperrgebiet. Lebende Krebse dürfen weder eingeführt noch entfernt werden.

Fischer müssen ihre Geräte nach dem Angeln desinfizieren. Und: Fische oder andere Wassertiere aus dem Sperrgebiet dürfen nicht in Kontakt mit Tieren ausserhalb des gesperrten Gebiets geraten.