Zum Inhalt springen

Zentralschweiz Eitelkeit gehört zur Politik

21 Jahre lang hat der CVP-Politiker Peter Bieri den Kanton Zug im Ständerat vertreten. Er gehörte zu den einflussreichen, aber eher stillen Politikern. Bieri hat in seiner langen Karriere bei vielen Vorlagen federführend mitgearbeitet. Das erfüllt den Zuger mit einem gewissen Stolz.

Legende: Audio Gespräch mit Peter Bieri abspielen. Laufzeit 07:42 Minuten.
07:42 min, aus Regi LU vom 16.10.2015.

Mit Peter Bieri tritt der dienstälteste Bundesparlamentarier aus der Zentralschweiz ab. 21 Jahre lang sass der Zuger im Ständerat. Dort hat er sich einen Namen als einflussreicher, stiller Schaffer gemacht.

Dass er es am Ende seiner Karriere in verschiedenen Parlamentarier-Ratings auf die vordersten Plätze geschafft hat, erfülle ihn mit einer gewissen Zufriedenheit. «Es zeigt, dass man die Arbeit nicht ganz falsch gemacht hat und vor allem gehört wurde», sagt Bieri im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Es entschädigt Bieri auch dafür, dass immer wieder andere Politiker die Lorbeeren für die Arbeit erhalten haben, die er geleistet hat. Es sei nicht seine Sache gewesen, in die Öffentlichkeit und die Medien zu drängen, sagt Bieri.

Trotzdem sei es natürlich nicht unangenehm, wenn man im Fernsehen oder in einer Zeitung positiv bewertet werde. Schliesslich wolle jeder Politiker wieder gewählt werden und sei auch etwas eitel, sagt Bieri.

Gewichtige Abgänge

Sieben von insgesamt 30 nationalen Politikern aus der Zentralschweiz treten am nächsten Sonntag nicht mehr an, wenn das neue eidgenössische Parlament gewählt wird. Fünf von ihnen sassen in den vergangenen vier Jahren im Stände-, zwei im Nationalrat.

Auf die kürzeste nationale Politkarriere blickt der Urner Ständerat Markus Stadler zurück. Er hat insgesamt fünf Jahre für die Grünliberale Partei in Bern gewirkt. Am meisten Sitzleder hatten der Zuger CVP-Ständerat Peter Bieri und der Luzerner FDP-Ständerat Georges Theiler. Sie blicken auf 21 beziehungsweise 20 Jahre im Bundeshaus zurück. Theiler sass bis vor vier Jahren im Nationalrat und wechselte dann in die kleine Kammer, Bieri hat immer im Stöckli politisiert.

Was bedeutet Macht?

Wer ein politisches Mandat bekleidet, hat Macht und nimmt Einfluss. Auf Mandatsträger wird aber auch Druck ausgeübt, Lobbyisten versuchen, sie zu beeinflussen. Manche Politiker wirken lieber im Hintergrund, andere politisieren, um ihren Wählern zu gefallen.

Zum Abschluss ihrer politischen Karriere hat das Regionaljournal Zentralschweiz noch einmal mit allen abtretenden Parlamentariern aus der Zentralschweiz gesprochen. In den Gesprächen ging es um Macht, Einflussnahmen, die politische Veränderung, aber auch um die Frage, was nach einer langen, politischen Karriere bleibt, welche Spuren hinterlassen werden.

Sie verabschieden sich aus Bern

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.