Elektrizitätswerk Altdorf darf Chärstelenbach nutzen

Mit klarem Mehr hat der Urner Landrat am Mittwoch die Verleihung der Chärstelenbach-Konzession an die KW Bristen AG gutgeheissen. Kritik gab es vom Parlament für den Mitbewerber, die KW Chärstelenbach AG.

Ein Bach mit Steinen drin, links und rechts davon sind Berge. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Maderanertal soll dereinst ein Wasserkraftwerk Strom für 3000 Haushalte produzieren. SRF

Die KW Bristen AG wird vom Elektrizitätswerk Altdorf (EWA) dominiert. Sie darf nun unterhalb der Lägni im Maderanertal in den kommenden 80 Jahren das Wasser des Chärstelenbachs für die Stromproduktion nutzen. Mit 52 zu 2 Stimmen (3 Enthaltungen) hiess der Landrat die entsprechende Konzessionsvergabe klar gut.

Das EWA-Projekt sei wirtschaftlich und umweltverträglich. Zudem sei das EWA seit Jahren ein verlässlicher Partner für den Kanton, lautete der Tenor des Parlaments. Baudirektor Markus Züst zeigte sich zufrieden mit der Abstimmung im Landrat. Dies sei ein kluger Entscheid im Interesse des Kantons.

Kritik an Mitbewerber

Harsche Kritik gab es aus der Ratsmitte an die Adresse der KW Chärstelenbach AG. Diese hatte sich ebenfalls um eine Konzession am gleichen Gewässerabschnitt beworben, allerdings nie vollständige Unterlagen eingereicht.

Um eine Vergabe der Konzession an das EWA zu verhindern, hatte die KW Chärstelenbach AG im Vorfeld der Landratsdebatte dem Kanton vorgeschlagen, ihr Vorhaben zu sistieren, falls sie bei anderen Gewässern den Vorzug gegenüber dem EWA erhalte.

Kraftwerk für 18,8 Millionen Franken

Die Elektrizitätswerk Altdorf AG will im Maderanertal für 18,8 Millionen Franken ein Kleinkraftwerk realisieren. Das Kraftwerk soll dabei in einem vom Bund geschützten Gebiet (BLN) zu stehen kommen.

Mit den Umweltverbänden konnte man sich im Vorfeld auf Ersatzmassnahmen sowie eine dosierte Wassernutzung einigen. Mit der KW Bristen AG will das EWA zusammen mit Partnern (Kanton, Korporation Uri und Gemeinde Silenen) Strom für rund 3000 Haushalte produzieren