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Warnstreik gegen tiefe Löhne
Aus Schweiz aktuell vom 16.07.2013.
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Zentralschweiz Ende des Streiks auf der Sawiris-Baustelle in Andermatt

Auf der Baustelle des Hotels Chedi in Andermatt wurde gestreikt. Rund 30 Elektroinstallateure eines Subunternehmers haben am Dienstag die Arbeit niedergelegt. Die Arbeiter protestierten gegen fristlose Kündigungen und angebliche Dumping-Löhne. Die Andermatt Swiss Alps will eine Einigung finden.

Die Arbeiter haben ihren Streik nach Gesprächen mit der Bauherrschaft und den Unternehmen für die nächsten paar Tage ausgesetzt. Wenn bis dann keine Lösung gefunden werde, würden die Arbeiter wieder streiken, so Giuseppe Reo von der Gewerkschaft Unia: «Die Unternehmungen sind aber an einer Lösung orientiert, sie sind geschockt, dass sie von einer Subunternehmerin hinters Licht geführt worden sind.»

Statt zu Schweizer Bedingungen entlöhnte ein deutsches Subunternehmen seine Mitarbeiter auf der Andermatter Baustelle teilweise nach deutschem Tarif zu 9.90 Euro pro Stunde. Dies entspreche weniger als der Hälfte dessen, was die Handwerker eigentlich hätten erhalten müssen, so der Vorwurf der Gewerkschaft Unia.

Ende Mai wendeten sich gemäss Unia rund 30 Elektriker des Subunternehmers an die Gewerkschaft. Sie baten um Hilfe für die fristgerechte Auszahlung der Löhne. Einem Teil der Arbeiter sei danach fristlos gekündigt worden.

Keine Dumpinglöhne auf dem Bürgenstock

Solche Probleme gäbe es auf Baustellen in der Schweiz immer wieder, da es für eine Bauherrschaft schwierig sei, zu überprüfen ob alle Subunternehmer ihre Arbeiter gerecht entlöhnten, sagt Giuseppe Reo gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF. Ein neues Gesetz des Bundes fordert von den Bauherren und den Generalunternehmern nun aber, dass diese genau abklären, mit was für Subunternehmen sie zusammenarbeiten. Dadurch habe die Unia auch eine bessere Handhabe im Kampf gegen Dumpinglöhne.

Subunternehmen, welche auf der Baustelle in Andermatt die Aufträge ausführen, sind schon zum zweiten Mal mit dem Vorwurf von ungerechter Entlöhnung konfrontiert. Auch auf anderen Baustellen in der Zentralschweiz komme dies vor. Bei der Überprüfung der Baustelle auf dem Bürgenstock habe man zwar Hinweise gehabt, aber keine Beweise für Dumpinglöhne gefunden, so Giuseppe Reo von der Unia.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Ambühl , Schaffhausen
    Eine Schande, was da abgeht, Lex Furgler gibts offenbar gar nicht mehr, die versprochenen flankierenden Massnahmen erweisen sich als Lippenbekenntnisse, was braut sich da nur zusammen in dieser sogenannten Demokratie!
  • Kommentar von W. Helfer , Zürich
    Schade an der ganzen Sache ist, dass Unia einmal mehr eine Sache für ihre Eigenwerbung missbraucht. Es ist nicht gerade lobenswert, wenn Unia über die Medien kommuniziert statt zuerst mit den Betroffenen eines Projektes.
    1. Antwort von K.D.Waldeck , Bellinzona
      Exakt, leider sieht die UNIA alle Arbeitgeber nur als Ausbeuter und verhält sich dementsprechend. Etwas mehr Verantwortungsgefühl wäre sicher angebracht.
  • Kommentar von Urs Rösli , Zürich
    Schon einige Male habe ich gesagt: Dieses Andermatt von Herrn Sawiris ist eine Seifenblase, die irgendeinmal verplatzt......