Enger Zeitplan für Obwaldner Regierungswahl

Es bleibt wenig Zeit: Die Ersatzwahl für den zurücktretenden Obwaldner Regierungsrat Hans Wallimann findet am 28. Februar 2016 statt. Kandidaturen müssen bereits am 18. Januar angemeldet sein. Das stellt die Parteien vor Herausforderungen.

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Bildlegende: Die Zeit drängt: Wer ersetzt Hans Wallimann (zweiter von links) in der Obwaldner Regierung? Keystone

Der 62-jährige Obwaldner CVP-Regierungsrat Hans Wallimann tritt auf Ende Juni 2016 zurück. Die Ersatzwahl findet am 28. Februar statt und somit gleichzeitig mit den Gesamterneuerungswahlen der Gerichte und der Gemeinderäte. Zudem wird über verschiedene kommunale und eidgenössische Vorlagen entschieden.

CVP hat Vorarbeit geleistet

Wahlvorschläge müssen bis am 18. Januar 2016 um 17 Uhr bei der Obwaldner Staatskanzlei eingereicht sein. Der enge Zeitplan fordert die Parteien. Die CVP, die ihren zweiten Sitz in der Regierung behalten will, kann von den nationalen Wahlen profitieren, sagt Co-Präsident Bruno von Rotz: «Wir haben bereits vor den Ständeratswahlen Gespräche mit möglichen Kandidatinnen und Kandidaten geführt.»

Ihr Interesse angekündigt haben zwei Mitglieder des Kantonsrates: zum einen die Rechtsanwältin und CVP-Fraktionspräsidentin Lucia Omlin, zum anderen CVP-Co-Präsident Christoph Amstad, Leiter der Raiffeisen-Geschäftsstelle Sarnen.

FDP und CSP wollen sich nicht an den Wahlen beteiligen. Sie sind zufrieden mit ihren aktuellen Sitzen in der Regierung (FDP 2, CSP 1).

SP und SVP, die nicht in der Regierung vertreten sind, wollen ihr Vorgehen erst im Januar festlegen. Geht es nach SVP-Präsident Albert Sigrist, tritt seine Partei an: «Ich persönlich bin immer für Wahlen, aber entschieden wird das von den Parteigremien.» Für politischen Gesprächsstoff unter dem Christbaum ist in Obwalden also gesorgt.