Massenerkrankung nach Skitag Entwarnung: Trinkwasser auf dem Stoos ist sauber

Das Trinkwasser im Schwyzer Bergdorf Stoos, in dem Skifahrerinnen und Skifahrer an Durchfall und Erbrechen erkrankt waren, ist sauber und kann bedenkenlos getrunken werden. Die Analyse von Wasserproben hat eine einwandfreie mikrobiologische Qualität ergeben.

Bergdorf auf dem Stoos (SZ) im Winter. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Behörden haben auf dem Stoos Vorsichtsmassnahmen wie Wasser abkochen und andere Hygienemassnahmen erlassen. zvg stoos-Muotatal

Dies hat das Laboratorium der Urkantone am Freitag mitgeteilt. Mit den vorliegenden Resultaten könne das Trinkwasser wieder ohne Bedenken konsumiert werden. Es müsse nicht mehr abgekocht werden.

Vor einer Woche waren auf dem Stoos 88 Schüler und Lehrer einer Schule aus dem Kanton Schwyz sowie weitere Personen an Durchfall und Erbrechen erkrankt. Zunächst gingen die Behörden von einer Lebensmittelvergiftung aus. Am Mittwoch teilte das Laboratorium der Urkantone mit, dass der Norovirus für die Erkrankungen verantwortlich ist.

Die Behörden empfahlen der Bevölkerung, das Trinkwasser abzukochen, weil dieses als Überträger nicht ausgeschlossen werden konnte. Diese Massnahme könne nun sofort aufgehoben werden, teilte das Laboratorium mit.

Hotels mussten Bettwäsche wechseln

Die Gemeinde Morschach und die Gesundheitsbehörden erliessen wegen des Norovirus' am Mittwoch umgehend Massnahmen zur Eindämmung des Krankheitserregers im Bergdorf. Bei den Stoosbahnen und in öffentlichen Toiletten wurde Desinfektionsmittel aufgelegt. Zudem wurden Merkblätter für die korrekte persönliche Hygiene verteilt.

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Übertragung Norovirus

Noroviren sind Durchfallerreger, die grundsätzlich über den Mund oder die Nase von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Übertragung kann aber auch über Objekte, durch Tröpfcheninfektion, durch verunreinigte Lebensmittel oder Trinkwasser erfolgen.

Die Restaurations- und Hotelbetriebe werden angewiesen, umgehend ihren Betrieb hygienisch zu reinigen, vorgekochte Lebensmittel zu vernichten und sämtliche Bettwäsche zu waschen.

Mit den Massnahmen wollten die Behörden erreichen, dass der Norovirus nicht weiter über Oberflächen oder Lebensmittel übertragen werden kann. Die Gemeinde wollte sicherstellen, dass das Skigebiet Stoos weiterhin unbedenklich besucht werden könne, hiess es in der Mitteilung.

Nicht betroffen von den Vorkommnissen und den Massnahmen ist der Ortsteil Morschach, wie die Gemeinde mitteilte.