«Ich bin gespannt, wie ich darauf reagiere»

Statt Krawatte und Anzug wird SRF-Redaktor Urs Wiedmer am 6. Dezember Helm und Höhlenforscher-Kleidung tragen. Obwohl er noch nie an einer mehrtägigen Höhlenexkursion teilnahm, wagt er sich in die Tiefen des Höllochs.

Porträt von SRF-Redaktor Urs Wiedmer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Statt Krawatte und Anzug trägt Urs Wiedmer am 6. Dezember Helm und Höhlenforscher-Kleidung. SRF

Meine Höhlenerfahrungen sind bis jetzt nicht sehr rühmenswert: ein Besuch der Beatushöhlen im Berner Oberland, je ein Besuch der Grottes des Desmoiselles und der Grotte de Trabuc in Südfrankreich. Alle sind touristisch bestens erschlossen, breite Spazierwege und Treppen führen zu wunderbar beleuchteten Stalagmiten und Stalaktiten.

Für mich trotz aller Schönheit immer auch ein Höhepunkt: der Weg nach draussen ans Tageslicht, an die Wärme und ins Trockene. Und jetzt wage ich mich quasi in die Höhle des Löwen mit dem angsteinflössenden Namen «Hölloch».

Im Gegensatz zu den drei früheren Höhlenbesuchen bleibt es im Hölloch nicht nur beim einstündigen Besuch: Vom Mittwoch 3.12. bis am Samstag 6.12. verschiebe ich meinen Lebensmittelpunkt in diese Höhle und werde vier Tage lang zu einem richtigen Höhlenbewohner, wohne und arbeite im sogenannten Dombiwak tief im Höhleninnern. 100 Stunden unter Tage bei einer Temperatur von 6 Grad und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 95% bis 98 %. Ich bin gespannt, wie ich darauf reagiere.