Fastenopfer unterstützt Kleinbauern

«Die Saat von heute ist das Brot von morgen», so heisst die ökumenische Kampagne 2014 des Fastenopfers zusammen mit Brot für alle und weiteren Hilfswerken. Auf Einladung des Fastenopfers besucht der kolumbianische Landwirtschaftsingenieur David Diaz den Biobetrieb von Jules Rampini in Luthern.

Jules Rampini-Stadelmann ist Theologe, Biobauer und als Referent für das Fastenopfer tätig. Er zeigt dem kolumbianischen Gast David Diaz seine Liegenschaft in Luthern am Fusse des Napfs. «Ich bin Bauer mit Leib und Seele. Dass ich als Theologe die elterliche Bauern-Liegenschaft übernommen habe, das hat unter anderem mit meinen Erfahrungen in Peru zu tun».

Rampini war für die Bethlehem Mission mehrere Jahre in Südamerika tätig. «Ich habe dort ganz besonders die Verbundenheit der Menschen mit der Natur erlebt». Als Theologe sei ihm auch bewusst geworden, wie stark die Schöpfungstheorie präsent sei. Das habe ihn zusätzlich animiert, als Bauer im Luzerner Hinterland zu arbeiten.

Kolumbien-Luthern

David Diaz aus Kolumbien lässt sich den Bio-Betrieb genau erklären. Diaz ist Landwirtschaftsingenieur und Direktor einer Fastenopfer-Partnerorganisation. In Kolumbien gebe es keine Direktzahlungen, deshalb würden sie Kleinbauern unterstützen. Sein Spezialgebiet ist der Boden. «Ich bin erstaunt und fast etwas schockiert, wie wenig ausgeprägt die Biodiversität in der Schweiz ist». Aber auf der anderen Seite habe er auch sehr erfreut zur Kenntnis genommen, dass regionale Bioprodukte hier auch regional angeboten würden. Das sei auch für sie erstrebenswert.

Die beiden Landwirtschaftsvertreter, die das Fastenopfer zusammengeführt hatte, hat nach kurzer Zeit einen grossen gemeinsamen Nenner: Ökologie und die Unterstützung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft.