Felix Sulzberger: «Calida trage ich auch künftig jeden Tag»

Seit Dezember ist klar: Felix Sulzberger tritt als Chef von Calida ab - früher als geplant, weil er sich mit dem Hauptaktionär überworfen hat. Trotzdem sei die Zeit bei Calida die schönste in seinem Berufsleben gewesen, erklärt er im Gespräch mit Radio SRF. Allenfalls bleibt er Calida auch erhalten.

Felix Sulzberger, CEO der Calida-Gruppe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Abgang mit einem Lächeln: Felix Sulzberger hat sein Büro bei Calida geräumt. Keystone

Das Büro im Calida-Hauptsitz in Sursee hat der Noch-Calida-Chef Felix Sulzberger diese Woche geräumt. Die letzten drei Monate hat er das Surseer Wäsche- und Bekleidungsunternehmen seinem Nachfolger Reiner Pichler übergeben. Das sei ihm nicht sonderlich schwer gefallen. Trotz des Streits im Verwaltungsrat sei die Stimmung im Unternehmen stets gut gewesen.

Vor 15 Jahren hatte Sulzberger die Calida übernommen. Damals war das Familienunternehmen am Boden. Als Sanierer krempelte er das Unternehmen komplett um, verlagerte die Produktion ins Ausland und kaufte neue Bekleidungsunternehmen dazu.

Das Personal habe diese harten Entscheide eigentlich immer gut mitgetragen, bilanziert Sulzberger. Allerdings wurde ihm diese Strategie nun zum Verhängnis, der Hauptaktionär wollte nicht noch weiter wachsen. Dass die Revolution seine Kinder fresse, das weist der langjährige Calida-Chef von sich. Die Strategie bleibe auch künftig dieselbe, wenn auch «etwas gemächlicher».

Künftig will Felix Sulzberger noch in Verwaltungsräten aktiv sein. Ob er auch weiterhin im Verwaltungsrat von Calida Einsitz nehmen wird, ist noch offen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr