Fische und Krustentiere züchten mit Gotthard-Tunnelwasser

Wasser aus dem Berg beim Nordportal des Gotthard-Basistunnels soll in Erstfeld eine Fischzucht möglich machen. Mit der Anlage wollen Urner Unternehmer pro Jahr bis zu 1200 Tonnen einheimischen Fisch produzieren. Die Anlage kostet 25 bis 30 Millionen Franken und soll ab 2020 in Betrieb gehen.

Gotthard-Nordportal des Neat-Tunnels. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In diesem Gebiet beim Gotthard-Nordportal soll die Fischzucht dereinst zu stehen kommen. Keystone

Die Bauherrin des Gotthard-Tunnels Alptransit einigte sich mit der Basis57 nachhaltige Wassernutzung AG über den Erwerb einer Landfläche. Die Fläche beim Nordportal ist rund 2,5 Hektaren gross. Der Verkauf soll 2016 abgewickelt werden.

Da der neue Tunnel das Gebirge am Gotthard entwässert, das er durchquert, schiessen aus dem Nordportal pro Minute etwa 150 bis 400 Liter gesammeltes Bergwasser. Dieses hat eine Temperatur zwischen 14 und 16 Grad.

Laut Initianten könnten bis zu 25 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Ziel ist es, die Anlage bis 2020 zu erstellen. Die Fischproduktion soll in mehren Etappen bis 2023 aufgenommen werden. Im Vordergrund steht die Zucht des einheimischen Süsswasserfischs Zander und von Schalentieren. Weiter sollen auch weniger bekannte einheimische Speisefische wie Trüschen, Äschen und Huchen produziert werden.