Flechten reagieren in der Ausserschwyz auf schlechte Luft

In der Luft der östlichen Ausserschwyz hat es zu viel Ammoniak. Dies hat die 2013 durchgeführte Bestandesaufnahme der Flechten ergeben. Schuld daran ist die Gülle.

Bach mit Bäumen am Ufer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Untersuchung wurde im Raum Wangen, Schübelbach und Tuggen durchgeführt. zvg

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Heute im «Regionaljournal» um 17:30 Uhr auf Radio SRF 1.

In der Region Ausserschwyz Ost wurde im letzten Jahr eine Flechtenkartierung durchgeführt. Flechten nehmen Nährstoffe direkt aus der der Luft auf und reagieren deshalb stark auf Luftverschmutzungen.

Das Ergebnis der jüngsten Flechtenkartierung sei wenig erfreulich, teilt das Umweltdepartement des Kantons Schwyz mit. Die Zone mit starker Luftbelastung habe sich auf Kosten der Zonen mit mittlerer und geringer Luftbelastung ausgebreitet. Damit seien im Gebiet Ausserschwyz Ost ähnliche Ergebnisse festgestellt worden wie 2009 in der Ausserschwyz West und 2008 in der Innerschwyz.

Das Umweltdepartement führt diese Entwicklung vor allem auf die hohen Ammoniak-Immissionen durch das falsche Ausbringen von Gülle zurück.

Karte mit Luftbelastungen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Karte zeigt die Luftbelastung im untersuchten Gebiet in der Region Ausserschwyz. zvg

Es empfiehlt den Landwirten deshalb, offene Güllensilos abzudecken oder die Gülle mit Schleppschlauchverteilern auszubringen. Positiv entwickelt haben sich dagegen die Stickstoff- und Schwefeldioxidkonzentrationen, die durch den Verkehr und die Industrie verursacht werden.