Flugplatz Buochs und mehrere Schiessplätze gehen zu

Die Schweizer Armee hat bekannt gegeben, wo sie in den nächsten Jahren einsparen will. In der Zentralschweiz sind vor allem der Flugplatz Buochs und zahlreiche Schiessplätze betroffen. Trotz des Abbaus sollen in der Region die rund 955 Vollzeitstellen praktisch erhalten bleiben.

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Bildlegende: Die Schweizer Armee betreibt den Flugplatz Buochs bereits heute sehr reduziert, als so genannte Sleeping Base. Keystone

Die Schweizer Armee will im Kanton Nidwalden den Flugplatz Buochs ganz aufgeben. Ein Zeitpunkt dafür steht noch nicht fest. Der Flugplatz war seit Jahren für die Luftwaffe nur noch eine Sleeping Base. Solche Anlagen werden nur in ausserordentlichen Lagen militärisch genutzt. Zivil wurde in Buochs aber weiterhin geflogen.

Um die zukünftige Nutzung zu regeln, seien Verhandlungen mit dem Kanton und den Genossamen aufgenommen worden, teilte die Armee mit. «Der Regierungsrat hat immer die Absicht geäussert, zu Gunsten des Wirtschaftsstandortes Nidwalden die Nutzung der Hauptpiste zu sichern», sagt der Nidwaldner Sicherheitsdirektor Alois Bissig gegenüber Radio SRF.

Auswirkungen für Emmen noch offen

An der Helikopter-Basis in Alpnach und am Militärflugplätzen Emmen hält die Armee gemäss ihren Plänen fest. Dass der Flugplatz Sitten geschlossen werden soll, könnte sich auch auf Emmen auswirken. «Ob es zu mehr Flugbewegungen kommt, das konnte man uns noch nicht sagen, aber wir werden genau nachfragen», sagt die Luzerner Regierungsrätin Yvonne Schärli. Aber man sei froh, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Im Kanton Obwalden will die Armee künftig auf den Schiessplatz Glaubenberg mitsamt dem Truppenlager von 710 Plätzen verzichten. Im Kanton Uri gibt die Armee rund 20 ehemalige Schiessplätze der Artillerie sowie mehrere Gebirgsunterkünfte im Urserntal ab 2017 auf. Die rund 160 Vollzeitstellen sollen dabei erhalten bleiben. Schon länger bekannt ist zudem, dass die Armee das Notspital in Andermatt schliessen will. Dafür möchte sie den Vertrag mit der Korporation Urseren auflösen.

Kehrtwende in Rothenburg

Im Kanton Luzern will die Armee das Areal des ehemaligen Armeemotorfahrzeugparks (AMP) nun doch nicht aufgeben. Sie schlägt im Stationierungskonzept 2013 vor, in Rothenburg die Aussenstandorte Wintersried SZ und Dagmersellen LU zu konzentrieren. Im Stationierungskonzept 2005 war noch die Aufgabe des AMP-Geländes Rothenburg vorgesehen gewesen. In den Kantonen Schwyz und Zug sind vor allem die Schliessung mehrerer kleinerer Schiessplätze geplant. Ein Stellenabbau ist damit laut Armee voraussichtlich nicht verbunden.

Die Kantone können nun bis Ende Januar 2014 Stellung nehmen zum Entwurf des Stationierungskonzepts der Armee.