«Forscher-Kiste» für Zentralschweizer Schulen

In der Schweiz hat es zu wenig Fachkräfte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Darum sollen diese Fächer in den Schulen einen grösseren Stellenwert erhalten. Die Pädagogische Hochschule Luzern will künftig Schulklassen eine Art «Forscher-Kiste» anbieten.

MINT: Was wie ein Bonbon klingt, ist die Zusammenfassung der vier Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Entgegen der steigenden Nachfrage an Fachkräften in diesen MINT-Bereichen, herrscht in der Schweiz seit Jahren ein Mangel an entsprechenden Spezialisten. Darum sollen diese Fächer in den Schulen einen grösseren Stellenwert erhalten.

Attraktive Berufsfelder entdecken

Im MINT-Bereich gebe es viele attraktive Berufsfelder für junge Leute mit unzähligen Möglichkeiten, in einem spannenden und zukunftsgerichteten Gebiet tätig zu sein. Darum will der Verbund «Akademien der Wissenschaften Schweiz» diese Kompetenzen bereits in der Schule fördern.

Mit 1,5 Millionen Franken werden insgesamt 28 Projekte aus der ganzen Schweiz unterstützt, darunter auch zwei Konzepte aus der Zentralschweiz. Neben «YoungTech@hslu» der Hochschule Luzern - Technik & Architektur erhält auch das Projekt «Junge Naturwissenschaften und Technik in der Zentralschweiz» rund 50'000 Franken.

Forschen im Schulzimmer

Die Pädagogische Hochschule (PH) Luzern will unter diesem Titel in Zusammenarbeit mit der PH Schwyz in vier Bereichen für Schulen eine Art «Forscher-Kiste» anbieten. In dieser Kiste sollen beispielsweise Reagenzgläser, Eier von Salzkrebsen oder Anleitungen für Experimente zu finden sein.

So könne man den Kindern bereits früh den Bereich Evolution und Genetik näher bringen, erklärt Markus Wilhelm von der PH Luzern.

Zwei Gymnasiasten bei einem Experiment im Chemieunterricht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: An den Schulen soll wieder vermehrt geforscht werden (Symbolbild). Keystone

Eine weitere Idee ist, die Schülerinnen und Schülern mit dem Handy forschen zu lassen. «Heute bietet praktisch jedes Handy mit Gratis-Apps unzählige Messinstrumente», sagt Wilhelm.

Durch diese «Forscher-Kisten» sei es für die Schulklassen möglich, direkt im Schulzimmer zu tüfteln. Sie müssen dann nicht mehr ins Lernlabor an der PH Luzern fahren.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr