Franz Steinegger: «Es fällt mir leicht, Ade zu sagen»

Franz Steinegger tritt auf Ende 2013 nach 22-jähriger Amtszeit als Verwaltungsratspräsident der Suva zurück.
Sein Nachfolger soll der ehemalige Luzerner Regierungsrat Markus Dürr werden.

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Bildlegende: Franz Steinegger gibt auf Ende 2013 das Verwaltungsratspräsidium der Suva ab. Keystone

An der Spitze des Unfallversicherers Suva kommt es Ende 2013 nach 22 Jahren zu einem Wechsel. Verwaltungsratspräsident Franz Steinegger, der seit 1991 im Amt ist, hat den Rücktritt bekannt gegeben. Der Zeitpunkt sei richtig, so der 70-jährige Steinegger, da zum einen die Legislatur offiziell zu Ende sei und zum anderen die Suva grundsolide aufgestellt sei. «So fällt es mir leicht, Ade zu sagen und zurückzutreten.»

Suva-Führung bleibt in Zentralschweizer Hand

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Bildlegende: Der ehemalige Luzerner Regierungsrat Markus Dürr soll die Suva in die Zukunft führen. Keystone

Als Nachfolger wird der Luzerner alt Regierungsrat Markus Dürr vorgeschlagen. Die Wahl erfolge erst im Dezember, so Steinegger, «aufgrund der geführten Diskussionen erwarte ich aber keine Opposition.»  Markus Dürr ist seit 2009 im Verwaltungsrat der Suva. Zuvor war er von 1999 bis 2009 Gesundheitsdirektor des Kantons Luzern und zeitweise Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz.

«Es hat Spass gemacht»

Auf die lange Präsidialzeit angesprochen, sagt Steinegger, dass bei der Suva lange Amtszeiten Tradition hätten, da es eine Balance und einen Ausgleich brauche zwischen den Sozialpartnern. «Das Präsidium ist eine anspruchsvolle Führunsgaufgabe, die mir Spass gemacht hat», sagt der ehemalige Urner Nationalrat.

Gewinn verdoppelt

Franz Steinegger hinterlasse die Suva in einem «ausgezeichneten Zustand», wie das Unternehmen festhält. 2012 konnte der Gewinn von 123 Millionen Franken auf 247 Millionen verdoppelt werden. Die Suva senkt die Prämien für 2014 um 50 Millionen Franken.