Franziska Amstad möchte das Schwyzer «Kulturhaus» erhalten

Die Ur-Ur-Enkelin des Gründers der Zementfabrik in Brunnen wünscht sich, dass die Halle 37 weiterhin für Kultur genutzt werden kann. Auf dem Areal ist eine grosse Überbauung mit Wohn- und Geschäftshäusern geplant.

Franziska Amstad auf dem Areal der ehemaligen Zementfabrik in Brunnen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Die Leute waren von der Zwischennutzung auf dem Areal der alten Zementfabrik begeistert», sagt Franziska Amstad. SRF

Seit 2012 wird das Areal der alten Zementfabrik vom Projekt Nova Brunnen zwischengenutzt. Im September sollen die Bauarbeiten für die 1. Etappe der Grossüberbauung beginnen. Damit geht auch die Zeit des «Kulturhauses» in der Halle 37 ihrem Ende entgegen.

Der Schwyzer Kultur ein Zuhause geben

Das Gebäude ist noch nicht direkt betroffen. «Es wäre toll, wenn die Halle auch weiterhin kulturell genutzt werden könnte. Damit bekäme die Kultur im Kanton Schwyz ein Zuhause», sagt Franziska Amstad. Sie erinnert an den ehemaligen Landessender Beromünster. Diesen konnte der Künstler Wetz günstig erwerben und daraus ein Kulturhaus machen.

Amstad ist die Ur-Ur-Enkelin von Karl Hürlimann, dem Firmengründer der Zementfabrik Brunnen. Die 52-Jährige hat daher einen besonderen Bezug zum Areal. Sie war zudem im Jahr 2012 mitbeteiligt, als Kulturschaffende die erste Ausstellung in der Halle 37 inszenierten.

Zum 2. Mal Pionierarbeit in der Zementfabrik?

«Wir haben viele positive Reaktionen erhalten: Ehemalige Arbeiter der Zementfabrik, viele Leute aus der Brunner Bevölkerung aber auch Auswärtige waren begeistert», sagt Amstad.

Ihr Ur-Ur-Grossvater habe seinerzeit mit seiner Zementfabrik Pionierarbeit geleistet. Sie würde gerne in dessen Fussstapfen treten und auf dem Areal ein permanentes Kulturhaus schaffen.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17.30 Uhr.