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Der Kantonsrat segnet die Fusion der kantonalen Museen ab
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Fusion kantonaler Museen Luzerner Parlament stärkt der Regierung den Rücken

  • Der Luzerner Kantonsrat spricht sich grundsätzlich für die Zusammenlegung der beiden Museen aus.
  • Einige Redner im Rat kritisierten aber, dass die Fusion ein Sparprojekt sei, und der Abbau schön geredet werde.
  • Wo das neue Museum dereinst stehen wird, ist offen.

Die Fusion der beiden kantonalen Museen und die Neuausrichtung als «Museum für Natur und Gesellschaft» wird vom Luzerner Kantonsrat als Chance betrachtet. Auch Kulturinstitutionen müssten mit der Entwicklung Schritt halten, hiess es am Dienstag anlässlich einer kurzen Museumsdebatte.

Marcel Budmiger von der SP hatte die Aussprache im Parlament mit einer Anfrage angestossen. Der Bildungsdirektor verkaufe die Schliessung eines Museums als Fortschritt, kritisierte er die «Zwangsfusion».

«Mäntelchen für den Sparauftrag»

Auch die Grünen finden, dass es erfreulich sei, dass sich die Museen weiterentwickelten und dass daraus etwas Spannendes entstehen könnte. Sie kritisierten aber, dass diese Weiterentwicklung nur ein Mäntelchen für den Sparauftrag sei, von dem letztlich vor allem die Schüler betroffen seien.

Adrian Bühler (CVP) gab den Kritikern insofern Recht, dass der Auslöser für die Zusammenlegung der Museen ein Sparauftrag gewesen sei. Die Beteiligten hätten es aber geschafft, in einer schwierigen Situation ein spannendes Konzept zu erarbeiten.

Museen als finanzpolitische Manövriermasse?

Fundamentalkritik an der regierungsrätlichen Museumspolitik äusserte Beat Meister (SVP). Es sei der Punkt erreicht, an dem man mit dem Sparen aufhören müsse, sagte er. Man mache die Museen zu einer finanzpolitischen Manövriermasse.

Bildungsdirektor Reto Wyss verwahrte sich gegen den Vorwurf, dass die Neuausrichtung nur ein Mäntelchen für einen Abbau sei. Die Museen müssten unabhängig der finanziellen Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden, sagte er.

Heute kosten die Museen den Kanton 3,8 Millionen Franken. Das neue Museum für Natur und Gesellschaft soll 0,8 Millionen Franken billiger sein. Es soll noch die Hälfte der Ausstellungsfläche haben und rund 2300 Quadratmeter gross sein. Wo das neue Museum stehen wird, ist offen.

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