Gewerkschaften protestieren vor Schindler-GV

Drei Wochen nach der Ankündigung, in Ebikon 120 Stellen zu streichen, hielt der Schindler-Konzern im KKL Luzern seine Generalversammlung ab. Die Gewerkschaften nutzten die Gelegenheit, gegen die Abbaupläne zu protestieren.

Menschen, teils in roten Jacken, vor dem KKL Luzern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vor dem KKL wurden die Schindler-Aktionäre von Gewerkschaftern empfangen. SRF

Mit Transparenten und Flugblättern empfingen Mitglieder der Gewerkschaft Unia am Dienstag die eintreffenden Schindler-Aktionärinnen und -Aktionäre. «750 Millionen für die Aktionäre - Kündigungen für die Belegschaft!» war auf einem Transparent zu lesen. Von den Aktionären verlangten die Gewerkschafter, angesichts des grossen Gewinns wenigstens auf die Auszahlung einer Dividende zu verzichten.

GV genehmigt Dividende

Ohne Erfolg: Laut Medienmitteilung von Schindler stimmte die GV allen Anträgen des Verwaltungsrats zu - inklusive der Gewinnverwendung samt Ausschüttung der Dividende. Als neuer Verwaltungsrat wurde Silvio Napoli gewählt.

Beim geplanten Abbau von 120 Stellen in der Schindler-Produktion in Ebikon läuft noch ein Konsultationsverfahren. Die Gewerkschaften verlangen unter anderem, auf Kündigungen zu verzichten und stattdessen auf Frühpensionierungen ab 58 Jahren zu setzen. Schindler müsste dafür rund 40 Millionen Franken aufwenden.

Schindler produziert in der Fabrik in Ebikon Aufzugskomponenten für den globalen Markt. Durch das starke Wachstum in Asien und die hohen Produktionskosten in der Schweiz würden immer mehr Aufträge im Ausland abgewickelt. Deshalb sei das Werk in Ebikon nicht mehr ausgelastet, hatte Schindler den Abbau begründet.