Guido Graf: «Druck im Asylbereich ist hoch»

Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf (CVP) musste in den letzten vier Jahren laufend neue Asylplätze suchen. Die Luzerner Gemeinden machten es ihm dabei nicht immer leicht. Der Druck dürfte auch 2015 hoch bleiben: «Die Situation bleibt angespannt», ist Guido Graf sicher.

Drei Zivilschutzanlagen in Dagmersellen, Luzern und Willisau werden in diesem Jahr ihre Türen öffnen und Platz für 160 Personen schaffen. «Etwas durchatmen» könne dadurch der Kanton Luzern, ist Guido Graf als Gesundheits-und Sozialdirektor erleichtert.

Der 57-Jährige aus Pfaffnau musste dabei die Gemeinden in die Pflicht nehmen, genügend Plätz für Asylsuchende zu schaffen. Viele Gemeinden taten sich dabei schwer. «Wir wollen die Probleme im Gespräch mit den Gemeinden suchen». Er will dabei nicht auf Strafen setzen.

In seinem Jahr als Regierungspräsident wollte Guido Graf den Puls des Volkes nehmen. Seine Wanderung quer durch den Kanton Luzern trug ihm von linker Seite aber auch Kritik ein. Schlagzeilen machte der Pfaffnauer auch mit einer Aktion, bei welcher Schrittzähler an die Bevölkerung abgegeben wurden.

Politische Karriere

  • 1991-2006: Gemeinderat in Pfaffnau
  • 1999-2009: Kantonsrat / Fraktionschef CVP
  • seit 2010: Vorsteher Gesundheits- und Sozialdirektion

Berufliche Karriere

  • Lehre als Bauzeichner
  • Kaderausbildung an der Zentralschweizerischen Technischen Fachschule Luzern
  • bis 2009: Inhaber und Gründer der Graf und Partner AG in Luzern

Persönlich

  • Verheiratet, drei Töchter, wohnhaft in Pfaffnau
  • Hobbies: Fischen, Velo

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr