Halbzeit auf der Mega-Baustelle

Über 200 Fachleute aus ganz Europa arbeiten seit Herbst 2012 auf der Baustelle für die neue Kehrrichtverbrennungsanlage Renergia Zentralschweiz in Perlen/LU. Das Projekt sei finanziell und zeitlich auf Kurs, sagen die Verantwortlichen. 2015 soll das erste Feuer planmässig angezündet werden.

Ein riesiger Kran vor dem Rohbau der Renergia. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gigantische Baumaschinen für ein gigantisches Bauwerk: Der Rohbau der Renergia. zvg

Alles auf der Renergia-Baustelle ist gigantisch: Jeden Tag werden monströse Bauteile angeliefert und mit riesigen Kranen an die richtigen Stellen gehoben.

Ein grosser Teil des Rohbaus steht, jetzt werden Heizkessel und die anderen Elemente des Innenlebens eingebaut.

Fachleute aus den Bereichen Kehrrichtverbrennung und Kraftwerkstechnik aus ganz Europa sind an den Arbeiten beteiligt.

Die Verantwortlichen des Projektes Renergia Zentralschweiz haben am Freitag informiert, dass der Bau sowohl zeitlich wie auch finanziell auf Kurs sei. Die Gesamtkosten von 320 Millionen würden voraussichtlich eingehalten, sagt Franz Xaver Muheim, Verwaltungsratspräsident der Renergia Zentralschweiz gegenüber Radio SRF.

Ruedi Kummer im Porträt Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ruedi Kummer ist Gesamtprojektleiter der Grossbaustelle Renergia Zentralschweiz. SRF

Das Gebäude wird im Endausbau 200 Meter lang und über 50 Meter hoch. Die neue Kehrrichtverbrennungsanlage soll dereinst jedes Jahr 200'000 Tonnen Abfall aus der Zentralschweiz zu Energie umwandeln. Der daraus entstehende Strom reicht, um rund 38'000 Haushalte zu versorgen. Die Abwärme wird in die benachbarte Papierfabrik geleitet und ersetzt dort 40 Millionen Liter Heizöl.

Die neue KVA wird im Januar 2015 erstmals eingeheizt, Mitte 2015 soll der Vollbetrieb aufgenommen werden.