Haus im Weggiser Rutschgebiet wird abgerissen

In der Gemeinde Weggis wird ein Haus abgerissen, das seit einem Jahr durch den Hangrutsch im Gebiet Tannenberg bedroht ist. Finanziert wird der Abbruch von der Gebäudeversicherung.

Haus und Tannenbergstrasse in Weggis. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die durch den Hangrutsch gefährdete Liegenschaft am Tannenberg wird abgerissen. Bote der Urschweiz

Der Hangrutsch im Gebiet Tannenberg hoch über Weggis erreichte vor genau einem Jahr seinen Höhepunkt. Auf einer Fläche von 6500 Quadratmetern rutschte das Gelände mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem Meter pro Stunde. Die Tannenbergstrasse wurde auf einer Länger von rund 30 Metern verschüttet.

Die Rutschung bedrohte auch ein einzelnes Wohnhaus. Schon vor einem Jahr zeichnete sich ab, dass die Liegenschaft nicht mehr bewohnbar ist, weshalb der Gemeinderat ein Wohn- und Nutzungsverbot aussprach.

Hang wird überwacht

Inzwischen ist klar, dass das Haus abgebrochen ist, wie der Gemeinderat am Mittwoch mitteilte. Man habe sich über die Finanzierung des Rückbaus mit der Gebäudeversicherung geeinigt, sagte Gemeindeammann Baptist Lottenbach gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz. Nachdem die Abbruchbewilligung vorliege, werde mit dem Rückbau schon nächste Woche begonnen.

Noch immer wird der Hang am Tannenberg überwacht. Nach heutigem Wissensstand bestehe keine Gefährdung für weitere Liegenschaften durch die Rutschung. Der Hang sei derzeit stabil, die Rutschung sei zum Stillstand gekommen. Trotzdem würden verschiedene Szenarien für eine allfällige Veränderung der Situation ausgearbeitet, sagte Lottenbach.

Neben dem Abbruch des gefährdeten Hauses wurde die Einrichtung einer Notstrasse für die abgeschnittenen Liegenschaften oberhalb des Rutsches abgeklärt. Mit einem winterfesten Provisorium soll die Zufahrt zum oberen Teilstück der Tannenbergstrasse wieder hergestellt werden.