Entschädigung für Pikettdienst Hebammen im Kanton Uri sollen «Wartegeld» erhalten

Freipraktizierende Hebammen sollen für Bereitschaftsdienste eine pauschale Entschädigung vom Kanton erhalten.

Ultraschall-Untersuch an einer schwangeren Frau. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ab dem nächsten Jahr erhalten freipraktizierende Hebammen ein sogenanntes Wartegeld. Keystone

Uri will seine freipraktizierende Hebammen künftig für den Pikettdienst bezahlen. So soll eine Hausgeburt mit 400 Franken vergütet werden und eine ambulante Betreuung am Wochenbett mit 200 Franken.

Auftrag des Parlamentes

Der Regierungsrat hat dem Landrat dazu eine entsprechende Verordnung unterbreitet. Die Kosten für dieses sogenannte «Wartegeld» werden auf 68'000 Franken geschätzt und soll ab dem nächsten Jahr gelten. Mit der Vorlage erfüllt der Regierungsrat einen Auftrag des Parlaments, das 2016 eine Motion überwiesen hatte.

Anreiz für gute Betreuung

Weiter schreibt die Regierung, ohne das Wartegeld bestehe die Gefahr, dass die ambulante Wochenbettbetreuung durch Hebammen längerfristig nicht mehr angeboten werde.

Hebammen müssen für Schwangere ab der 37. Schwangerschaftswoche rund um die Uhr abrufbar und während der Wochenbettpflege öfter einsatzbereit sein. In Uri werden sie dafür bisher nicht entschädigt.

Im Kanton Uri kommen pro Jahr rund 320 Kinder auf die Welt, etwa sechs davon bei Hausgeburten.