Herbstliche Verhältnisse locken Wanderer auf den Grossen Mythen

Am Grossen Mythen oberhalb von Schwyz herrschen Verhältnisse wie im Herbst. Entsprechend sind überdurchschnittlich viele Wanderer unterwegs. Theoretisch dürfte aber gar niemand auf den Berg, wegen des Wildschutzes. Die Verantwortlichen handhaben das Verbot grosszügig.

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Bildlegende: Am Grossen Mythen (rechts) herrschen Verhältnisse wie im Herbst. (Archivbild) SRF

Der Grosse Mythen ist eine beliebte Bergtour - jetzt auch im Winter, weil es keinen Schnee hat. Das lockt die Wanderer und Wanderinnen in Scharen auf den Gipfel über dem Schwyzer Talkessel.

Der Grosse Mythen ist aber eidgenössisches Jagdbanngebiet und als solches zwischen dem 1. Dezember und Ende März Wildruhezone.

Da immer mehr Wanderer, Kletterer und Biker in den Bergen unterwegs seien, seien die Gebote des Wildschutzes immer schwerer plausibel zu machen, sagt Thomas Fuchs, Leiter des Amts für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons Schwyz. Fuchs ruft zu Rücksichtnahme und Toleranz auf.

Bussen wären unverhältnismässig

Gleich verfährt der zuständige Wildhüter Markus Raschle. Er ist regelmässig am Grossen Mythen unterwegs und trifft viele Leute an. Jetzt Bussen zu verteilen, wäre aber unverhältnissmässig, sagt Raschle gegenüber Radio SRF. Die Tiere fänden des Wetters wegen noch genügend Futter und seien noch nicht im Beschaffungsdruck.

Die Wildhut ist trotzdem auf das Verständnis der Leute angewiesen. Dabei kann sie auf die Unterstützung der Tourimusunternehmen in der Region zählen. Die Rotenfluhbahn beispielsweise informiert in den Gondeln über Wildruhezonen und Jagdbanngebiet.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr