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Lichter im Berggebiet Herdenschutz-Signallampen schrecken nicht nur Raubtiere auf

Die Urner Polizei fordert Schafhalter mit Signallampen und nächtliche Berggänger auf, sich bei der Polizei zu melden.

Nächtlicher Berggänger mit Stirnlampe
Legende: Berggänger mit Stirnlampen sind nicht immer zweifelsfrei von den Signallampen der Schafhalter zu unterscheiden. Colourbox (Symbolbild)

Seit einiger Zeit setzen Schafhalter im Kanton Uri LED-Signallampen ein, um Raubtiere abzuschrecken. Diese Lampen blinken in der Nacht unregelmässig auf. Das hat aber nicht nur zum Fernhalten von Tieren geführt, auch Leute im Tal wurden schon mehrmals aufgeschreckt.

Signallampen bei der Polizei melden

Die Kantonspolizei Uri hat in den vergangenen Wochen verschiedentlich Meldungen aus der Bevölkerung über Blinksignale aus dem Berggebiet erhalten.

Die Unterscheidung zwischen Signalen von Personen in Bergnot und Lichtimpulsen von Signallampen zum Herdenschutz sei nicht immer auf Anhieb möglich, heisst es in einer Medienmitteilung. Das habe deshalb schon grössere Einsätze der Polizei ausgelöst.

Vor diesem Hintergrund weist die Kantonspolizei Uri darauf hin, dass Schafhalter mit Signallampen zum Herdenschutz oder auch Personen, die nachts in den Bergen mit Lampen unterwegs sind, dies vorgängig der Kantonspolizei, mitteilen.

Damit wird es für die Polizei möglich sein, unnötige Einsätze von Blaulicht- und anderen Rettungsorganisationen zu vermeiden. Im Zweifelsfall gelte aber nach wie vor: Besser einmal zu viel verdächtige Wahrnehmungen der Polizei melden.