Hug kann 2016 zulegen «Herr und Frau Schweizer essen wieder mehr Guetzli»

Der Biscuit- und Zwiebackhersteller Hug mit Sitz in Malters wächst wieder. Der Umsatz hat 2016 um 3,2 Prozent auf 113,5 Millionen Franken zugenommen, dies nach einem Minus im Vorjahr. Vor allem in der Schweiz wurden wieder mehr Wernli-Guetzli konsumiert und Dar-Vida-Cracker gegessen.

Gebrüder Hug mit einem Paket Hug-Zwieback. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Gebrüder Hug haben gut lachen: Mehr Umsatz im letzten Jahr dank Dar-Vida und Wernli. zvg

2015 hatte der starke Franken, der Einkaufstourismus und der heisse Sommer auf den Umsatz gedrückt. «Der Einkaufstourismus ist auf stabil hohem Niveau», stellt Geschäftsleiter Andreas Hug fest. Die Firmen hätten aber ihre Hausaufgaben gemacht und reagiert.

Begehrte Guetzli und Dar-Vida

Die in der Schweiz produzierten Backwaren nahmen von 8620 auf 8800 Tonnen zu. Zum positiven Ergebnis hätten neben der Konsumentwicklung in der Schweiz vor allem das Wachstum der Marken Dar-Vida und Wernli beigetragen, teilt Hug mit. Für 2017 werde ein kontinuierliches Wachstum im In- und Ausland erwartet.

«Schweizer Kreuz ist schnellstes Kommunikationsmittel»

Die Umsetzung der sogenannten Swissness-Vorlage sei nicht ganz einfach gewesen. Das Thema habe Hug «jahrelang beschäftigt», sagt Geschäftsleiter Andreas Hug.

Die Umsetzung der Vorgaben ab 2017 verlangen, dass 80 Prozent der Rohstoffe aus der Schweiz stammen müssen, damit das Schweizer Kreuz auf der Verpackung erscheinen darf. Das sei für Hug-Produkte wichtig. «Nach langem Abwägen wollten wir darauf nicht verzichten», so Andreas Hug weiter.

Gewinnzahlen veröffentlicht das im luzernischen Malters ansässige Familienunternehmen keine. Hug beschäftigt an drei Standorten (Malters, Willisau und Trimbach) total 336 Personen. Gegründet worden war das Unternehmen vor 140 Jahren in der Stadt Luzern von Joseph Hug.