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Mitinitiantin Sibylle Jean-Petit-Matile führt durch das Hospiz Zentralschweiz
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 03.01.2020.
abspielen. Laufzeit 09:39 Minuten.
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Hospiz Zentralschweiz «Wir wollen der Angst vor dem Tod Lebendigkeit entgegenstellen»

Mitten im Luzerner Stadtteil Littau steht das markante Haus, in welchem in den letzten Jahren das erste Hospiz der Zentralschweiz entstanden ist. 1960 erbaut, war in diesem Gebäude über viele Jahre eine Hausarztpraxis untergebracht. Diese und die ehemalige Wohnung des früheren Dorfarztes sind komplett umgebaut und gemütlich eingerichtet worden. Dazu wurde auch ein Anbau realisiert.

Haus aus roten Backsteinen.
Legende: Im neuen Hospiz Zentralschweiz in Luzern können Schwerkranke ihre letzten Tage verbringen. SRF, Sämi Studer

Das Hospiz Zentralschweiz bietet einerseits Beratungen an. Zum anderen können sich Patientinnen und Patienten tageweise oder während den letzten Wochen ihres Lebens im Hospiz betreuen lassen. Jeder Besucher und jede Patientin wird beim Eingang persönlich empfangen.

Eingangsschild des Hospizes Zentralschweiz an der Türe.
Legende: Die Tür zum Hospiz Zentralschweiz ist für Angehörige von Patienten immer offen. SRF, Sämi Studer

Im Hospiz wird viel Wert auf eine wohnliche Atmosphäre gelegt. So befindet sich im Eingangsbereich kein eigentlicher Empfang wie in einem Pflegeheim oder einer Arztpraxis, sondern ein bequemer Sessel.

Eine Treppe führt von einem Raum mit Sitzbereich in den oberen Stock.
Legende: Der Eingangsbereich des Hospizes ist da, wo früher die Wohnung des Littauer Dorfarztes war. SRF, Sämi Studer

Gleich neben dem Eingang befindet sich das grosse Wohnzimmer, welches schon früher als Wohnstube genutzt wurde. Dieser Raum soll Begegnungsort für alle Menschen sein, welche im Hospiz ein- und ausgehen.

Wohnzimmer mit pastellfarbenen Sitzgruppen, Cheminée und Büchergestellen.
Legende: Das Wohnzimmer strahlt gemütliche Ruhe aus. SRF, Sämi Studer

Ein Begegnungsort soll auch die neue Küche sein. Bewusst wurde beim Bau darauf geachtet, dass auch diese wohnlich ist und nicht wie eine Gastroküche gebaut wird. Hier sollen sich Patienten wie auch Besucherinnen aktiv betätigen können.

Eine Frau bereitet Essen zu in einer Wohnküche.
Legende: Die Wohnküche ist nicht wie in einem Spital, sondern wie in einem Privathaus eingerichtet. SRF, Sämi Studer

In der alten Küche, welche für den neuen Betrieb zu klein war, ist heute eine Bibliothek eingerichtet, die auch als Rückzugsort dient. Gleich daneben befindet sich der Essraum. Am grossen Tisch sollen Pflegepersonen, Patientinnen und Besucher Platz finden und gemeinsam essen können.

Ein grosser ovaler Esstisch im Hospiz ist gedeckt.
Legende: Auch der grosse Tisch soll ein Platz für Begegnungen und Gespräche sein - nicht nur beim gemeinsamen Essen. SRF, Sämi Studer

Im neu erstellten Anbau sind 12 Patientenzimmer untergebracht. Diese können flexibel eingerichtet werden. Hier können auch Angehörige im Zimmer übernachten. Für Angehörige gibt es im Haus zudem zwei Gästezimmer.

Bett in einem Zimmer mit Blick in den Garten.
Legende: Eines der Patientenzimmer im Hospiz Zentralschweiz mit Blick in den Garten. SRF, Sämi Studer

Beim Übergang vom Neubau zum alten Haus befindet sich eine Gedenkecke. Wenn eine Person stirbt, wird hier eine Kerze angezündet. Ein weiterer Ort, an welchem die Spiritualität einen Platz findet, ist der Raum der Stille. Die Landeskirchen der Zentralschweizer Kantone Luzern, Zug, Uri, Ob- und Nidwalden finanzieren im Hospiz auch eine Seelsorgestelle.

Kleines Tischchen mit Kerzen und einem Buch.
Legende: Eine Gedenkecke ist eingerichtet für Menschen, die im Hospiz sterben. SRF, Sämi Studer

Die unheilbar kranken Menschen im Hospiz Zentralschweiz werden künftig nicht nur von professionellem Pflegepersonal betreut, sondern auch von ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern. Für diese Aufgabe haben sich bereits über 40 Personen gemeldet.

Mit der Aufnahme des Betriebes im Hospiz schliesst sich in der Zentralschweiz eine Versorgungslücke. Ein Angebot dieser Art ist in der Zentralschweiz bis anhin nicht vorhanden. Hinter dem neuen Angebot steht eine Stiftung, welche sich auch mit privaten Spenden finanziert.

SRF1, Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30h

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