Hotel Schweizerhof bald ohne farbige Fenster?

In der Stadt Luzern hat sich ein Streit zwischen dem Fünf-Sterne-Hotel Schweizerhof und den städtischen Baubehörden um farbige Fenster zugespitzt. Nach der Ablehnung einer nachträglichen Baubewilligung durch die Stadtregierung prüfen die Hotelbetreiber eine Klage.

Ein grosses Haus, bei welchem die Fenster farbig beleuchtet sind von innen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Werden die farbigen Lichter beim Hotel Schweizerhof bald ausgelöscht? ZVG schweizerhof-luzern.ch

Am Donnerstag teilten die Hotelverantwortlichen mit, dass sie nicht bereit seien, das Baugesuch zurückzuziehen. «Wir haben von der Stadt zwei Möglichkeiten bekommen: Entweder, wir ziehen das Baugesuch zurück oder wir verlangen einen beschwerdefähigen Entscheid von der Baudirektion.» Sie hätten sich für Zweiteres entschieden, sagt Mike Hauser, der das Hotel zusammen mit seinem Bruder Patrick besitzt.

«Wenn wir diesen Entscheid haben, werden wir ihn analysieren und darüber entscheiden, ob wir ihn ans Kantonsgericht weiterziehen.» Wie lange es dauert, bis dieser Entscheid da ist, kann die Stadt Luzern auf Anfrage noch nicht sagen.

Nicht komform mit dem Lichtkonzept

Anlass für den Disput sind Vorrichtungen im Innern der Hotelzimmer mit Blick auf den Vierwaldstättersee, die seit 2014 die Fenster in den Farben Rot, Blau, Grün und Gelb erscheinen lassen. Die Aufmerksamkeit erregenden, farbigen Lichter passen der Stadtregierung nicht ins Beleuchtungskonzept.

Die Hoteleigentümer hingegen sind der Überzeugung, dass die realisierte Beleuchtung den Reglementen der Stadt nicht widerspricht und daher dafür auch keine Baubewilligung notwendig ist.
Die Stadt verlangte nachträglich ein Baugesuch für die farbigen Fenster. Ein solches reichten die Hotelverantwortlichen im ersten Quartal 2016 widerwillig ein. Anfang Juli lehnte der Stadtrat dieses schliesslich ab.