«Im Ständerat gibt es sehr viele ungeschriebene Gesetze»

Bundesratswahl und grosse Diskussionen rund um das Budget: Das Bundeshaus stand in den vergangenen Tagen im grossen Scheinwerferlicht. Mittendrin musste sich der Obwaldner Ständerat Erich Ettlin zurecht finden. Der 53-Jährige aus Kerns absolviert seine allererste Session.

Der Obwaldner Ständerat Erich Ettlin blickt auf seine ersten Tage im Bundeshaus zurück. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Obwaldner Ständerat Erich Ettlin blickt auf seine ersten Tage im Bundeshaus zurück. SRF/Dario Pelosi

Am ersten Tag habe er sich schon ein paar Mal verlaufen. Aber nun finde er im Bundeshaus immer den richtigen Weg. Der neue Obwaldner Ständerat Erich Ettlin hat aufregende Tage im Bundeshaus hinter sich.

Vor allem die Bundesratswahlen seien für ihn enorm spannend gewesen. Im Ratssaal selber sei es zwar relativ langweilig, weil «man einfach jede halbe Stunde einen Zettel ausfüllt und dann wartet», so Erich Ettlin. Aber der ganze Betrieb in der Wandelhalle sei doch sehr aufregend gewesen.

«Neulinge müssen sich zurückhalten»

Ein weiteres wichtiges Geschäft in seinen ersten zwei Wochen als Obwaldner Ständerat sei das Budget gewesen. Hier setzte sich Erich Ettlin mit anderen Ständeraten dafür ein, dass die Landwirtschaft weniger sparen muss als dies der Bundesrat vorsieht.

Insgesamt habe er sich im Ständerat sehr gut eingelebt. «Was mich erstaunt hat, sind die vielen ungeschriebenen Gesetze im Ständerat». Laptops im Ratssaal seien verpönt, von Neulingen im Ständerat werde erwartet, dass sie sich in der allerersten Session zurückhielten. «Mal schauen, ob ich mich beherrschen kann, wenn dann meine Themen kommen, wie zum Beispiel die Unternehmenssteuerreform», lacht Erich Ettlin.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr