Informationen zum Wohnen im Alter in der Stadt Luzern austauschen

Immer mehr ältere Menschen wollen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung wohnen bleiben. Oft sind sie dafür aber auf Unterstützung angewiesen. Eine Interessengemeinschaft in der Stadt Luzern will die Angebote besser vernetzen.

Eine jüngere Frau hilft einer älteren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Damit Betagte in ihrer Wohnung bleiben können, sind sie auf Unterstützung aus der Nachbarschaft angewiesen. Keystone

Betagte Menschen sind oft auf Unterstützung angewiesen, wenn sie in ihrer eigenen Wohnung bleiben wollen. Neben professionellen Angeboten soll dafür auch die Nachbarschaftshilfe gestärkt werden. Dazu braucht es eine Koordination der vorhandenen Angebote und vor allem Anlaufstellen, um Informationen zu erhalten.

Die IG Vicino will Institutionen und Organisationen beim Aufbau solcher Zentren untertstützen. Als Pilotprojekt gilt die neue Überbauung der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern (abl) im Neustadtquartier.

Zentren in allen Quartieren

Mitglieder der IG sind neben der abl die Wohnbaugenossenschaft Littau mit ihrem Projekt Neuhushof, die katholische Kirchgemeinde sowie die Kapuziner-Stiftung mit ihren Projekten im Wesemlin-Quartier. Auch die Viva Luzern AG ist dabei, welche die Altersheime der Stadt führt.

«Ziel ist es, in möglichst vielen Quartieren derartige Zentren einzurichten», sagt der zuständige Stadtrat Martin Merki. Die fachliche Betreuung stellt die Spitex Luzern sicher. «Solche Angebote sind wichtig, da die Nachbarschaftshilfe rückläufig ist», sagt Tamara Renner, Spitex-Geschäftsleiterin.

Die IG Vicino will aber nicht selber als Anbieterin auftreten. Sie sieht sich als Plattform für den Austausch von Informationen. Im Herbst soll eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet werden; weitere Organisationen sind willkommen.