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Reto Rindlisbacher: «Die 3D-Drucktechnik ist prädestiniert dafür, Skischuhe herzustellen.»
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 27.03.2019.
abspielen. Laufzeit 04:15 Minuten.
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Innovation aus Horw Skischuhe aus dem 3D-Drucker

Reto Rindlisbacher produziert in Horw Skischuhe und Einlegesohlen nach Mass - mit der 3D-Drucktechnik.

Seit Jahren sind Skis und Skischuhe das Metier von Reto Rindlisbacher. Er war Chef von diversen Sportartikelhändlern. Eine Frage war dabei stets im Zentrum: Wie passen die Skischuhe am besten an die Füsse und die Skier. Es gäbe zwar viele Möglichkeiten, Schuhe besser anzupassen, meint er im Gespräch mit SRF News. Aber ganz zufrieden damit war er nie.

Es ist klar, ein Standardprodukt kann nicht allen Menschen passen. Das liegt in der Natur der Sache.
Autor: Reto RindlisbacherUnternehmer und Skischuhproduzent

Die Möglichkeiten eines 3D-Druckes hätten ihn schon länger fasziniert. In der Zentrale von Nordica in Venedig habe er damit experimentiert, erzählt Reto Rindlisbacher. «Man kann mit einem 3D-Druck scannen und eine Form digital reproduzieren.» Auf einer Autofahrt sei ihm irgendeinmal die Idee gekommen, diese Eigenschaften für Skischuhe anzuwenden. Diese seien nämlich prädestiniert dafür.

Schwierige Anfangszeit

Vor vier Jahren hat sich Reto Rindlisbacher selbständig gemacht. Zusammen mit einem 3D-Druck-Spezialisten hätten sie die Skischuhe neu gedacht. Das sei aber alles andere als einfach gewesen. Lange habe er die richtige Technologie gesucht, um die Beine richtig auszumessen und umzurechnen um den Drucker mit Daten zu füttern.

Nach verschiedenen Rückschlägen mit dem Material und der Software hat Rindlisbacher nun die Lösung gefunden. Die Schuhe werden mit einem speziellen Material in einer Fabrik in Belgien oder direkt in seinem Büro mitten in Horw im Kanton Luzern gedruckt. Eine viereckige Maschine mit Düsen produziert Millimeter für Millimeter die Skischuhe. 36 Stunden dauert so ein Vorgang. Das sei zwar lang, aber dafür müsse er nicht die Teile einzeln irgendwo produzieren lassen und dann zusammenfügen.

Ein grosser Vorteil des 3D-Druckens ist, dass man regional produzieren kann.
Autor: Reto RindlisbacherUnternehmer und Skischuhproduzent

Sein Ziel sei es, bis Ende Jahr 500 Paar Skischuhe zu drucken. Schwarze Zahlen könne er aber erst ab 1000 Paar schreiben. Allerdings, günstig ist dieser Skischuhe aus dem Drucker nicht, weil jeder Skischuh ein Einzelstück ist. Er kostet rund 1500 Franken.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr; joel

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Eine wirklich gute Idee - ich hatte auch immer Mühe, passende Skischuhe zu finden. Um den hohen Preis etwas abzufedern, wäre es vielleicht auch eine gute Idee, Ersatzschuhe wesentlich preisgünstiger anzubieten (falls die Füsse nicht erneut vermessen werden müssen).
  • Kommentar von Guido Casellini  (CAS)
    Profis können sich solche Schuhe sicher leisten ...."das Volk" eher weniger....