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Nadine Da Cruz: «Die Frauen in meiner Familie sind meine Vorbilder»
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 05.01.2020.
abspielen. Laufzeit 09:25 Minuten.
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Jahreswechsel ist Frauensache Nadine Da Cruz sieht sich als Feministin der jungen Generation

Frauensache: Das sind unsere Gäste zum Jahreswechsel

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Samstag, 21.12.19: Fabienne Bamert, Moderatorin

Sonntag, 22.12.19: Manuela Weichelt und Monika Rüegger, Nationalrätinnen

Montag, 23. 12.19: Ruth Durrer, Physikerin

Donnerstag, 26.12.19: Ramona Eberli, Müllerin

Freitag, 27.12.19: Rut-Maria Buschor, Äbtissin Kloster Sarnen

Samstag, 28.12.19: Irene Brügger alias Frölein da Capo, Musikerin/Kabarettistin

Sonntag, 29.12.19: Jolanda Spiess-Hegglin, Netzaktivistin

Montag, 30.12.19: Manuela Schär, Rollstuhlsportlerin

Donnerstag, 2.1.20: Lara Dickenmann, Fussballerin

Freitag, 3.1.20: Martina Kral, ex-Kuratorin Museum Sammlung Rosengart

Samstag, 4.1.20: Chantal Ambühl, Coiffeuse und Berufsweltmeisterin

Sonntag, 5.1.20: Nadine Da Cruz, Frauenrechts- und Klimaaktivistin

Nadine Da Cruz ist eine junge Frauenrechts- und Klimaaktivistin. Die 18-Jährige aus Steinen hat ein intensives Jahr hinter sich: Sie war aktiv am Frauenstreik in Schwyz beteiligt, sie engagiert sich in der Klimabewegung und hat bei den Eidgenössischen Wahlen im Herbst für die Grünen des Kantons Schwyz für den Nationalrat kandidiert. Sie bezeichnet sich klar als Feministin und setzt sich gegen sexuelle und sexistische Übergriffe gegen Frauen ein. Nadine Da Cruz hat im Sommer ein Medizinstudium in Angriff genommen.

Chantale Ambühl, Coiffeur-Weltmeisterin

Schon bei ihrer ersten Teilnahme an der Coiffeur-Weltmeisterschaft räumte die Luzernerin Chantale Ambühl ab. Die 24-Jährige holte im September in Paris gleich dreimal Gold. Sie brillierte mit extravaganten Frisuren - mit viel Farbe und hochgestecktem Haar.
Chantale Ambühl, die in Schötz wohnt, arbeitet in einem Coiffeurgeschäft in Willisau. Natürlich könne sie dort kaum so spezielle Frisuren gestalten wie an der Meisterschaft. Aber sie profitiere trotzdem von der Erfahrung: «Ich habe gelernt, sehr präzise zu arbeiten. Auch unter hohem Zeitdruck.»
Nun bildet sich die Haarkünstlerin beruflich weiter: Ende nächstes Jahr will sie die Höhere Fachprüfung ablegen. Und dann, 2021, allenfalls wieder an der Weltmeisterschaft teilnehmen.

Martina Kral, Kunsthistorikerin

Weil ihr Mann eine neue Stelle in Luzern antreten sollte, kam die Kunsthistorikerin Martina Kral aus Deutschland in die Schweiz. Eher zufällig entdeckte sie das Picasso-Museum in der Furrengasse und meldete sich bei Angela Rosengart. Und diese stellte sie sogleich als Kuratorin der Sammlung Rosengart an, die 2002 eröffnet wurde.
Mehr als 17 Jahre lang wirkte die 56-jährige Martina Kral im Museum mit seiner Dauerausstellung, in der wertvolle Gemälde von Pablo Picasso, Paul Cézanne, Marc Chagall oder Paul Klee zu sehen sind. Unter anderem führte sie die erfolgeichen Kinderführungen ein, bei denen Kinder von Kindern durch die Ausstellung geführt werden. Auch wenn sie stets von den gleichen Bildern umgeben war, langweilig sei ihr nie geworden: «Ich konnte mich immer wieder neu auf das gleiche Bild einlassen, das dadurch eine neue Aussage bekam – es wurde also nicht langweiliger, sondern im Gegenteil noch spannender.»
Ende 2019 hat Martina Kral die Sammlung Rosengart verlassen, weil sie seit kurzem auf der Lenzerheide lebt. Mit der Kunst aber bleibt sie verbunden, unter anderem als Dozentin und freiberufliche Kunstvermittlerin.

Lara Dickenmann, Fussballerin

Lara Dickenmann ist die erfolgreichste Fussballerin der Schweiz. Die Krienserin hat zweimal die Champions League gewonnen und holte über ein Dutzend Meistertitel in Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Für die Nationalmannschaft stand die 34-Jährige 135 Mal auf dem Rasen und erzielte 53 Tore – beides ist Schweizer Rekord. Erhöhen kann sie die Zahlen aber nicht mehr: Im August 2019 trat sie aus der Nationalamannschaft zurück. In Zukunft will sie sich stärker auf ihren Club, den VFL Wolfsburg, konzentrieren.

Dieser sportliche Entscheid war aber nur ein prägendes Ereignis im 2019. Lara Dickenmann kehrte nämlich auch von ihrer ersten langwierigen Verletzung zurück und konnte nach elf Monaten erstmals im September wieder spielen. Diese Zwangspause sei aber nicht nur negativ gewesen, sie habe auch viel für das Leben gelernt, sagt die Fussballerin.

Manuela Schär, Rollstuhlsportlerin

Für die Luzernerin Manuela Schär war 2019 ein Jahr der Superlative: Sie gewann alle grossen, internationalen Marathonrennen und konnte sich diese Distanz auch zur Weltmeisterin krönen lassen. Ausserdem verbesserte sie in diesem Jahr ihren Weltrekord über 800 Meter – und Mitte Dezember wurde die 35-Jährige schliesslich an den Schweizer «Sports Awards» zur Paralympischen Sportlerin des Jahres ausgezeichnet.

«Das ganze Jahr war wie ein einziger magischer Moment», sagt die Spitzensportlerin. Im Gespräch blickt Manuela Schär auf ihr bewegtes Jahr zurück, spricht darüber, weshalb sie nebenbei in einem 20-Prozent-Pensum arbeitet, obwohl sie gar nicht müsste; sie spricht über den Medienrummel, den sie eigentlich gar nicht mag und auch über die Gleichberechtigung in ihrem Sport.

Jolanda Spiess-Hegglin, «Netzaktivistin»

Die Zuger Landammannfeier 2014 veränderte das Leben der damaligen grünen Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin grundlegend. Durch hunderte Medienberichte wurde sie schweizweit bekannt.

Ob sie an dieser Feier sexuell missbraucht wurde – diese Frage konnte bis heute nicht restlos geklärt werden. Bei der Berichterstattung über den Fall wurde Jolanda Spiess-Hegglin einmal als Opfer, dann wieder als Lügnerin dargestellt. Auch in den Sozialen Medien wurde sie beleidigt und bedroht. Jolanda Spiess-Hegglin wehrte sich und bekam auch vor Gericht Recht.

Aus diesem Kampf entstand vor drei Jahren der gemeinnützige Verein «Netzcourage». Dieser hilft Menschen, die im Internet Opfer von Mobbing, Rassismus und Diskriminierung wurden, mit Beratung und einer allfälligen Anzeige. 2019 wurde Jolanda Spiess-Hegglin für den «Digital Female Leader Award» in der Kategorie «Social Hero» nominiert. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass das Engagement von «Netzcourage» institutionalisiert wird.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Joseph De Mol  (Molensepp)
    Juristisch ist der Fall weitesgehend aufgearbeitet. Das hat allerdings mit Wahrheitssuche wenig bis nichts zu tun. Daher wage ich die Behauptung, dass der Hass, der Frau Spiess-Hegglin entgegenschlägt, in erster Linie das Produkt ihrer eigenen Handlungen ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Wer hier beide Protagonisten als Opfer und Täter bezeichnet,
    darf offenbar,wohl aus Political Correctness,nicht aufgeschaltet
    werden.Die wahren Opfer sind die Kinder und Hegglis Mann.
    Die Brandbeschleuniger die Presse,allen voran Ringier,deren
    Erwähnung meist einen Zensurreflex auslöst.
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